Museums-Neukonzeption: Neue Perspektiven auf Potsdams Geschichte
Das Potsdam Museum hat einen Fachbeirat für die Neugestaltung seiner ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte eingerichtet. Das interdisziplinär besetzte Gremium soll die Entwicklung der neuen Ausstellung fachlich begleiten und Impulse aus Wissenschaft, Museumspraxis, Bildung, Tourismus und Zivilgesellschaft einbringen.
Die bisherige Dauerausstellung wird in den kommenden Jahren grundlegend überarbeitet. Künftig soll die Geschichte Potsdams aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden. Im Mittelpunkt stehen die Menschen der Stadt, ihre Lebenswelten sowie prägende historische Entwicklungen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts.
Museumsdirektor Thomas Steller betont, dass die neue Ausstellung Kultur-, Kunst- und Alltagsgeschichte miteinander verbinden und zugleich die Beteiligung der Potsdamer ermöglichen soll. Geplant ist unter anderem die Einbindung persönlicher Objekte und Geschichten aus der Stadtgesellschaft.
Der Fachbeirat besteht aus 14 Experten verschiedener Institutionen. Zur Vorsitzenden wurde die Historikerin Dr. Irmgard Zündorf gewählt, ihr Stellvertreter ist Oberstleutnant Dr. Heiner Bröckermann.
Auch die Öffentlichkeit soll stärker in den Entstehungsprozess eingebunden werden. Bereits im September startet ein neues Beteiligungsformat innerhalb der aktuellen Ausstellung. Dabei können Bürger ihre Sicht auf die Stadtgeschichte sowie eigene Erinnerungen, Objekte und Themenvorschläge einbringen. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Entwicklung Potsdams seit der politischen Wende 1989/90.






