Nachts im Museum: Garnisonsmuseum Wünsdorf startet Sonderaktion
Das Museum öffnet am 25. April 2026 nachts seine Türen und die des Luftschutzturms. Im Schein von Taschenlampen können dann auch neue Exponate entdeckt werden.
Ben Stiller als Nachtwächter, der mit zum Leben erwachten Exponaten durch die Räume zieht, gibt es zwar im Garnisonsmuseum Wünsdorf am Samstag, 25. April, nicht. Doch die nächtlichen Öffnungszeiten von 18 bis 22 Uhr dürften dennoch ein besonderes Museumserlebnis bieten. Im Licht der Notbeleuchtung und mitgebrachter Handys und Taschenlampen können Besucher dann einen anderen Blick auf die vielen Exponate werfen, die in den beiden umgebauten Pferdeställen die Geschichte der militärischen Nutzung des umliegenden Areals von 1910 bis 1945 sowie der sowjetischen Besatzung von 1945 bis 1994 zum Leben erwecken. Im Außenbereich gibt es Feuerschalen, und im Luftschutzturm passen Mitglieder des Fördervereins auf die Teilnehmer auf und führen auf Wunsch Gruppen.
Die Wintermonate wurden genutzt, um neue Exponate auszustellen, beispielsweise ein preußischer Soldat in Galauniform oder ein Wehrmachtsfahrrad. Dabei gehe es aber nicht um Verherrlichung von Armeen, sondern um eine anschauliche Darstellung der Ortsgeschichte, wie Maik Lamolla betont, der Vorsitzende des Fördervereins, der das Museum komplett ehrenamtlich betreibt. Dennoch müssen Besucher nicht auf umfangreiche Informationen verzichten. Neben dem gesonderten Lesematerial, das für Interessierte vor Ort ausliegt, hat der Verein auch rund ein Dutzend Broschüren erarbeitet, die im Museum erstanden werden können. Zuletzt waren das eine neue zum Luftschutzturm Nummer 13 in Wünsdorf und eine überarbeitete Version zur Entstehung der deutschen Panzertruppe.
Der Eintritt am 25. April kostet für beide Museen sieben Euro, für den Luftschutzturm noch einmal 1,50 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen zum Museum gibt es auf www.garnisonsmuseumwuensdorf.de.





