Neue Bürgerinitiative für Bornim und Bornstedt gegründet
Rund 200 Bürger haben am 8. Juli die neue Bürgerinitiative Bornim-Bornstedt ins Leben gerufen. Anlass ist der von der Landeshauptstadt Potsdam vorgestellte Rahmenplan für die beiden Ortsteile, der bei vielen Anwohnern auf Kritik stößt.
Zur Gründungsversammlung auf dem Gelände der Gärtnerei Mey waren zahlreiche Interessierte gekommen, um sich über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren und ihre Bedenken zu äußern. Die Veranstaltung wurde von einer Kerngruppe vorbereitet, die sich bereits bei einer ähnlichen Zusammenkunft Anfang Juni gebildet hatte. Unter den Teilnehmern befanden sich auch mehrere Stadtverordnete, darunter Uwe Adler von der SPD-Fraktion sowie Michael Schröder von der CDU-Fraktion.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die geplante Sportanlage an der Verlängerten Amtsstraße, die vorgesehene Umsiedlung des Kleingartenvereins Habichtweg sowie mögliche Bebauungen auf bislang als Grünflächen genutzten Arealen. Kritisch bewertet wurde zudem die geplante Nachverdichtung im Bereich des Lidl-Marktes und die damit verbundene Verkehrsführung entlang des Staudenwegs und der Straße Am Raubfang.
Viele Teilnehmer machten ihrem Unmut über die Planungen und die Informationspolitik der Stadtverwaltung Luft. Nach ihrer Auffassung seien zahlreiche Fragen bislang unbeantwortet geblieben, während die Auswirkungen der vorgesehenen Maßnahmen auf die betroffenen Anwohner nicht ausreichend berücksichtigt würden.
Zum Sprecher der neuen Bürgerinitiative wurde Bernd Gersdorf gewählt. Ihm zur Seite stehen Dr. Sebastian Risse vom Kleingartenverein Habichtweg als erster Stellvertreter sowie Axel Schrandt als zweiter Stellvertreter.
Die Bürgerinitiative kündigte an, sich aktiv in die weitere öffentliche Diskussion einzubringen. Während bei den wohnbaulichen Festsetzungen des Rahmenplans Kompromisslösungen angestrebt werden, lehnt die Initiative die geplante Sportanlage am vorgesehenen Standort entschieden ab.
„Die Bürgerinitiative wird sich in die öffentliche Diskussion einbringen. Sie erwartet bezüglich der wohnbaulichen Festsetzungen des Rahmenplans Kompromisslösungen, die von den Bürgern mitgetragen werden können, lehnt die Errichtung der geplanten Sportanlagen an diesem spezifischen Standort jedoch vollumfänglich ab“, erklärte Bernd Gersdorf unter dem Beifall der Versammlungsteilnehmer.






