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Sonntag, 6. September 2026

Neues Wohnquartier für Babelsberg: Baustart für 565 Mietwohnungen

Potsdam
Grundstein
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel legt die Zeitkapsel in die Bodenplatte des Projekts „Wohnen am Filmpark Babelsberg“. Foto: KWD / Bernd Gartenschläger

Mit der Grundsteinlegung für das Projekt „Wohnen am Filmpark Babelsberg“ ist eines der größten privaten Wohnungsbauvorhaben der vergangenen Jahre offiziell gestartet. Auf dem Areal an der Großbeerenstraße 154 entstehen bis 2028 insgesamt 565 Mietwohnungen.​

Vor rund 80 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie den beteiligten Planungs- und Bauunternehmen versenkten Jan Kretzschmar, Geschäftsführer der KW-Development GmbH (KWD), und Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel eine Zeitkapsel in der Bodenplatte des künftigen Quartiers. Darin enthalten: Baupläne, Zeitdokumente und Münzen – ein symbolischer Auftakt für das neue Wohnprojekt.

Das rund 11.200 Quadratmeter große Grundstück liegt unmittelbar neben dem Filmpark Babelsberg. Geplant sind zehn Gebäude mit Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung. Neben barrierefreien Einheiten soll ein Teil der Wohnungen mietpreis- und belegungsgebunden angeboten werden. Die konkrete Zahl sowie der Umfang der preisgedämpften Wohnungen befinden sich noch in Abstimmung mit der Stadt Potsdam.

Die Baugenehmigung wurde im Herbst 2025 erteilt, der erste Spatenstich folgte im Januar 2026. Bereits in zwei Jahren sollen die ersten Mieter einziehen können.

KWD-Geschäftsführer Jan Kretzschmar verweist auf die anhaltende Entwicklung der Medienstadt Babelsberg als Wirtschaftsstandort. Mit neuen Unternehmen steige auch die Nachfrage nach Wohnraum. Das neue Quartier solle dazu beitragen, zusätzlichen Wohnraum in einem infrastrukturell gut angebundenen Umfeld zu schaffen. In unmittelbarer Umgebung befinden sich bereits Bildungs- und Versorgungseinrichtungen sowie Freizeitangebote und die Anbindung an den Regionalverkehr.

Auch Oberbürgermeisterin Noosha Aubel bewertet das Vorhaben als wichtigen Baustein für den Potsdamer Wohnungsmarkt. Angesichts des anhaltenden Wachstums der Stadt seien zusätzliche Wohnangebote dringend erforderlich.

Architektonisch orientiert sich das Projekt am Art-Déco-Stil. Zwei längliche Gebäuderiegel entlang der Großbeerenstraße prägen das Quartier. Dazwischen entstehen begrünte Innenhöfe mit Aufenthaltsflächen und Spielmöglichkeiten.

Auf einer Wohnfläche von mehr als 28.000 Quadratmetern entstehen Wohnungen zwischen rund 16 und 147 Quadratmetern. Geplant sind Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, jeweils mit Einbauküche und Kellerraum. Ein Großteil der Wohnungen erhält zusätzlich Balkon oder Terrasse. Für die Mobilität der Bewohner sind eine Tiefgarage mit etwa 210 Stellplätzen, Fahrradabstellanlagen sowie ein Bike-Sharing-Angebot vorgesehen.

Auch beim Energiekonzept setzt das Projekt auf Nachhaltigkeit. Alle Gebäude sollen im Effizienzhaus-40-Standard errichtet werden und deutlich weniger Energie verbrauchen als ein gesetzlich definiertes Referenzgebäude. Die Wärmeversorgung erfolgt über ein Wärmepumpensystem mit 114 Erdbohrungen. Ergänzend sollen Photovoltaikanlagen auf den Dächern Strom erzeugen. Eine Zertifizierung nach dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) wird angestrebt.

Für KWD ist das Projekt Teil eines langfristigen Engagements in der Medienstadt Babelsberg. Das Unternehmen entwickelt dort seit mehr als zehn Jahren Wohn-, Bildungs- und Gewerbestandorte. Nach eigenen Angaben wurden bislang mehr als 4.100 Wohneinheiten in Berlin, Potsdam und der Region realisiert. Ziel sei die Entwicklung gemischt genutzter Quartiere mit Wohnraum, sozialer Infrastruktur und Arbeitsplätzen.

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