Partielle Sonnenfinsternis 2026: Außergewöhnliches Himmelsschauspiel auch in Teltow-Fläming
Christiane Fiola von der Schul- und Volkssternwarte Dahlewitz beschreibt das besondere Ereignis. Das nächste gibt es bereits 28. August 2026. – aber nur für wenige Minuten.
Ein außergewöhnliches Schauspiel am Abendhimmel konnten die Zuschauer am 12. August 2026 erleben: eine partielle Sonnenfinsternis. Dabei schob sich der Mond zwischen Sonne und Erde und verdeckte einen Teil der Sonnenscheibe. Eine Sonnenfinsternis entsteht immer dann, wenn Sonne, Mond und Erde nahezu auf einer Linie stehen. Bei einer partiellen Sonnenfinsternis wird die Sonne nur teilweise vom Mond bedeckt. Anders als bei einer totalen Sonnenfinsternis wird die Sonne dabei nicht vollständig verdeckt und ihre äußere Atmosphäre, die Korona, ist nicht sichtbar. Nur in einem schmalen Bereich der Erde kann eine Sonnenfinsternis überhaupt beobachtet werden.
In Rangsdorf begann die partielle Sonnenfinsternis gegen 19.15 Uhr. Ihr Maximum wurde gegen 20.08 Uhr erreicht. Nach Angaben des Astrophysikalischen Instituts Potsdam waren zu diesem Zeitpunkt etwa 85 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt. Da die Sonne bereits tief über dem westlichen Horizont stand, war ein möglichst freier Blick nach Westen für die Beobachtung besonders wichtig. Auch Mitglieder der Schul- und Volkssternwarte Dahlewitz e.V. waren auf dem Pramsdorfer Berg nahe des Modellflugplatzes vor Ort, um das besondere Himmelsereignis gemeinsam mit zahlreichen Interessierten zu beobachten.
Rund 50 Menschen hatten sich dort versammelt. Einige hatten Fotoausrüstungen dabei, andere sogar ein kleines Picknick – die Vorfreude auf das seltene Naturschauspiel war deutlich zu spüren. Besonders wichtig war der sichere Blick zur Sonne. Niemals darf man ohne geeigneten Sonnenschutz direkt in die Sonne schauen – auch nicht während einer partiellen Sonnenfinsternis. Das intensive Sonnenlicht kann die Netzhaut dauerhaft schädigen. Normale Sonnenbrillen bieten dafür keinen ausreichenden Schutz. Gut vorbereitet war deshalb ein Mitglied der Schul- und Volkssternwarte Dahlewitz e.V., das spezielle Sonnenfinsternis-Schutzbrillen mitgebracht hatte und diese an Zuschauer verteilte, die selbst keine geeignete Brille dabeihatten.
Nach dem Maximum blieb nur noch wenig Zeit für die Beobachtung. Zwischen dem Zeitpunkt der größten Bedeckung und dem Sonnenuntergang lagen gerade einmal etwa 30 Minuten. Kurz darauf verschwand die Sonne am westlichen Horizont – und damit endete auch dieses besondere Himmelsschauspiel. Auch in Ragow war der Astrofotograf und Sternwarten-Mitglied Peter Mein mit seiner Kamera bereit. Ihm gelang eine ganz besondere Aufnahme der partiellen Sonnenfinsternis: Genau im richtigen Moment flog ein Flugzeug durch das Bild und machte die ohnehin außergewöhnliche Aufnahme zu einem echten Glückstreffer.
Das nächste Himmelsschauspiel lässt nicht lange auf sich warten: Am 28. August 2026 erwartet uns eine partielle Mondfinsternis. Um 6.12 Uhr erreicht sie ihr Maximum. Zu diesem Zeitpunkt wird der Mond allerdings bereits sehr tief über dem westlichen Horizont stehen. Rund 94 Prozent der Mondscheibe werden vom Kernschatten der Erde bedeckt sein. Damit bietet sich – bei freier Sicht zum Westhorizont – ein eindrucksvoller Anblick eines fast vollständig verfinsterten Mondes, nur wenige Minuten vor seinem Untergang gegen 6.20 Uhr. Wer mehr über die Sternwarte Dahlewitz, kommende Veranstaltungen und astronomische Beobachtungsmöglichkeiten erfahren möchte, findet weitere Informationen unter www.sternwartedahlewitz.de.






