Pilze sammeln ohne Risiko: Naturkundemuseum Potsdam zeigt giftige Doppelgänger
Herbstzeit ist Pilzzeit – doch zwischen schmackhaftem Speisepilz und giftigem Doppelgänger können mitunter nur wenige Merkmale liegen. Wie lassen sich Pilze zuverlässig unterscheiden und welche Hinweise sind bei der Bestimmung tatsächlich entscheidend? Diesen Fragen widmet sich das Naturkundemuseum Potsdam am Dienstag, 1. September, bei der nächsten „Grünen Stunde für Erwachsene“.
Von 15.00 bis 16.30 Uhr gibt die Biologin und Pilzsachverständige Dr. Sylvia Hutter beim Vortrag „Pilze und ihre giftigen Doppelgänger“ Einblicke in die faszinierende Welt der Pilze.
Essbar oder giftig? Auf die richtigen Merkmale kommt es an
Anhand anschaulicher Fotos und ausgewählter Beispiele stellt Sylvia Hutter Pilzarten vor, die sich auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich sehen. Die Teilnehmenden erfahren, welche Merkmale bei der Bestimmung wirklich verlässlich sind und wie sich Speisepilze sicherer von gefährlichen Arten unterscheiden lassen.
Dabei geht es nicht nur um die Frage, was auf dem Teller landen darf. Auch die ökologische Bedeutung der Pilze kommt zur Sprache. Denn Pilze sind unverzichtbare Bestandteile von Waldökosystemen und übernehmen dort vielfältige Funktionen.
Das Thema können die Besucherinnen und Besucher zudem mit mehreren Sinnen erleben: Eine Pilztee-Verkostung und eine Duftstation ergänzen den Vortrag.
„Viele Pilze sehen sich auf den ersten Blick erstaunlich ähnlich. Wer jedoch lernt, auf die entscheidenden Merkmale zu achten, kann Speisepilze sicherer bestimmen und entwickelt zugleich einen ganz neuen Blick auf ihre faszinierende Vielfalt und ihre wichtige Rolle im Ökosystem Wald“, sagt Dr. Sylvia Hutter.
Von der Waldpilzforschung zur Naturpädagogik
Hutter ist studierte Biologin und promovierte in Zürich über Waldpilzgemeinschaften. Seit 2014 arbeitet sie als freiberufliche Naturpädagogin und Pilzsachverständige. Sie ist Pilz-Coach und Pilz-Coach-Ausbilderin der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, Sachbuchautorin und zertifizierte Stadtnaturführerin.
In ihren Vorträgen und Exkursionen verbindet sie biologisches Fachwissen mit praktischen Erfahrungen und macht ökologische Zusammenhänge verständlich.
Vier Termine im zweiten Halbjahr
Die „Grüne Stunde für Erwachsene“ findet einmal im Monat im Naturkundemuseum Potsdam statt. Expertinnen und Experten widmen sich aktuellen Themen aus Biologie und Naturkunde und laden anschließend zum Austausch in entspannter Atmosphäre ein.
Nach dem Pilzvortrag stehen in diesem Jahr noch drei weitere Themen auf dem Programm:
- 6. Oktober, 15.00 bis 16.30 Uhr: „Gebietsfremde Tierarten erobern Brandenburg“ – unter anderem geht es um Waschbär und Bisam und ihre Auswirkungen auf die heimische Natur.
- 3. November, 15.00 bis 16.30 Uhr: „Die biologischen Folgen des Klimawandels“ – im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere und Ökosysteme.
- 1. Dezember, 15.00 bis 16.30 Uhr: „Eulen: Vielfalt, Biologie und Evolution“ – zum Abschluss geht es um die faszinierende Welt der Eulen.
Anmeldung erforderlich
Die Teilnahme an der „Grünen Stunde für Erwachsene“ kostet 2,50 Euro zusätzlich zum Museumseintritt. Der reguläre Eintritt für Erwachsene beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, ist eine telefonische Anmeldung unter 0331 / 289 6707 erforderlich.






