Potsdam wächst weiter, aber langsam
Die Landeshauptstadt Potsdam hat eine neue Bevölkerungsprognose für den Zeitraum 2025 bis 2040 vorgestellt. Demnach wird die Einwohnerzahl von 187.820 Personen (2024) bis 2040 um rund 12.300 Menschen auf etwas über 200.000 steigen. Das entspricht einem moderaten Wachstum von etwa 6,6 Prozent und fällt deutlich geringer aus als in früheren Prognosen erwartet.
Das Bevölkerungswachstum wird künftig ausschließlich durch Zuzug entstehen. Seit 2020 verzeichnet Potsdam eine negative natürliche Bevölkerungsentwicklung, da mehr Menschen sterben als geboren werden. Ursache dafür sind unter anderem kleinere Elterngenerationen sowie eine stark gesunkene Geburtenrate, die sich voraussichtlich erst ab Mitte der 2030er Jahre leicht erholen wird.
Auch der Überschuss an Zuzügen bleibt positiv, wird aber schwächer ausfallen als in den vergangenen Jahren. Eine wichtige Rolle spielt weiterhin der Wohnungsneubau, insbesondere im Entwicklungsgebiet Krampnitz, wo Wohnungen für rund 10.400 Menschen entstehen sollen. Die stärkste Wachstumsphase wird zu Beginn der 2030er-Jahre erwartet.
Parallel dazu verändert sich die Altersstruktur der Bevölkerung. Das Durchschnittsalter steigt bis 2040 von 43,3 auf 45,2 Jahre. Besonders stark wächst die Gruppe der über 65-Jährigen, während die Zahl der Kinder zunächst zurückgeht und erst später wieder leicht zunimmt.
Die Entwicklung wird sich jedoch räumlich sehr unterschiedlich in den einzelnen Potsdamer Planungsräumen zeigen: Einige Stadtteile gewinnen durch Neubauten Einwohner hinzu, während andere Bevölkerung verlieren können. Die Prognose dient vor allem als Planungsgrundlage für städtische Aufgaben, etwa in der Kita- und Schulentwicklungsplanung, ist jedoch keine exakte Vorhersage, da langfristige Entwicklungen von vielen unsicheren Faktoren beeinflusst werden.





