Potsdam zeigt Flagge für den Frieden
Die Landeshauptstadt Potsdam hat am Internationalen Flaggentag der Bewegung „Mayors for Peace“ ein sichtbares Zeichen für Frieden und eine atomwaffenfreie Welt gesetzt. Vor dem Rathaus wurde die Flagge des weltweiten Städtenetzwerks gehisst, das sich für nukleare Abrüstung und friedliche Konfliktlösung engagiert.
Mit der Aktion erinnert Potsdam an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. In diesem Jahr jährt sich die Zerstörung der beiden japanischen Städte zum 81. Mal. Der Flaggentag macht weltweit auf die Folgen von Atomwaffen aufmerksam und wirbt für internationale Zusammenarbeit und Verständigung.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel betonte die besondere historische Verantwortung Potsdams: „Vor 81 Jahren wurde Hiroshima zum Sinnbild für das unermessliche Leid, das Atomwaffen über Menschen bringen. Dass der Einsatzbefehl während der Potsdamer Konferenz erteilt wurde, macht dieses historische Ereignis auch zu einem Teil der Erinnerungsgeschichte unserer Stadt.“ Mit dem Hissen der Flagge setze Potsdam ein Zeichen „für Dialog statt Konfrontation, für internationale Zusammenarbeit und für das gemeinsame Ziel einer Welt ohne Atomwaffen“.
Als Mitglied des Netzwerks Mayors for Peace engagiert sich die Landeshauptstadt gemeinsam mit mehr als 8.400 Städten weltweit für nukleare Abrüstung. Angesichts aktueller internationaler Konflikte sei die Botschaft des Flaggentages wichtiger denn je: Atomwaffen dürfen niemals wieder eingesetzt werden.
Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 vom Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima gegründet. Heute gehören ihr mehr als 8.480 Städte in 166 Ländern an, darunter rund 900 Kommunen in Deutschland. Mehr als 600 deutsche Städte beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.





