Potsdamer Mediziner an wichtiger Lipödem-Studie beteiligt
Eine neue Studie zur Behandlung des Lipödems sorgt für Aufmerksamkeit: Die im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlichte LIPLEG-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Liposuktion die Schmerzen vieler Patientinnen deutlich lindern kann.
An der Untersuchung war PD Dr. Mojtaba Ghods vom Klinikum Ernst von Bergmann als Mitautor beteiligt. An den Standorten Potsdam und Bad Belzig wurden unter seiner Leitung rund 150 Patientinnen betreut – etwa ein Drittel der Teilnehmerinnen und damit das größte Studienzentrum der Untersuchung.
Insgesamt wurden 410 Patientinnen verglichen. Zwölf Monate nach der letzten Liposuktion berichteten 68,4 Prozent der operierten Frauen von einer klinisch relevanten Schmerzlinderung. In der Gruppe, die ihre konservative Behandlung fortsetzte, waren es 7,6 Prozent.
Ghods betont zugleich, dass die Ergebnisse keine automatische Empfehlung für eine Operation bedeuten. Eine gesicherte Diagnose, eine vorausgegangene konservative Behandlung und eine sorgfältige medizinische Abwägung seien entscheidend. Auch mögliche Komplikationen müssten berücksichtigt werden.
Die Studie läuft weiter: Die Teilnehmerinnen werden insgesamt 36 Monate nachbeobachtet. Ergebnisse zur langfristigen Wirksamkeit und Sicherheit sollen 2027 veröffentlicht werden.






