Potsdams Haushalte wachsen weiter: Bedarf an Ein- und Zweiraumwohnungen steigt stark an
Die Zahl der Haushalte in Potsdam wird laut aktueller Haushaltsprognose bis 2040 deutlich steigen. Erwartet wird ein Zuwachs von derzeit rund 105.200 auf etwa 115.900 Haushalte. Damit wächst die Zahl der Haushalte stärker als die Bevölkerung, da die durchschnittliche Haushaltsgröße von 1,8 auf 1,7 Personen sinkt.
Anstieg der Ein- und Zweipersonenhaushalte
Besonders stark nimmt die Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte zu. Mehr als 90 Prozent des prognostizierten Wachstums entfallen auf diese beiden Haushaltsformen. Einpersonenhaushalte bleiben damit die häufigste Wohnform in Potsdam. Größere Haushalte und Familienhaushalte wachsen dagegen nur moderat.
Bewohner werden immer älter
Auch die Altersstruktur verändert sich deutlich. Vor allem die Zahl älterer Haushalte steigt. Sowohl Haushalte von Menschen zwischen 65 und 80 Jahren als auch hochaltrige Haushalte werden künftig stärker vertreten sein. Gleichzeitig bleiben Einpersonenhaushalte im Alter zwischen 25 und 64 Jahren eine wichtige Nachfragegruppe auf dem Wohnungsmarkt.
Kleine und bezahlbare Wohnungen
Aus Sicht der Stadt ergeben sich daraus neue Anforderungen an die Wohnungspolitik. Künftig werden vor allem kleinere, bezahlbare sowie altersgerechte und barrierearme Wohnungen benötigt. Gleichzeitig sollen auch Familien und junge Menschen weiterhin passenden Wohnraum in der Landeshauptstadt finden können.
Vorausschauende Wohnungspolitik
Die Haushaltsprognose dient der Landeshauptstadt Potsdam als eine wichtige Grundlage für wohnungspolitische Planungen und Entscheidungen. Sie basiert auf aktuellen Daten und beschreibt wahrscheinliche Entwicklungen, erhebt jedoch keinen Anspruch auf eine exakte Vorhersage. Ziel ist es, frühzeitig geeignete Maßnahmen etwa für Neubau, Umbau und den Schutz von Wohnraum abzuleiten.





