Mehr
Donnerstag, 14. Mai 2026

Preisträger für Franz-Bobzien-Preis kommen aus Ludwigsfelde und Falkensee

Falkensee, Ludwigsfelde
Auf einer Bühne stehen mehrere Preisträger.
Die beiden Preisträger teilen sich das Preisgeld von 5.000 Euro. Foto: Andreas Herz

2026 sind erstmals zwei Initiativen mit dem Preis der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte Sachsenhauen ausgezeichnet worden. ​

Mit dem zweijährig vergebenen Franz-Bobzien-Preis der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte Sachsenhausen sind in diesem Jahr erstmals zwei Preisträger ausgezeichnet worden. Das ist zum einen das Projekt „Demokratie erfordert Engagement – Tu was!“ unter Federführung des care4democracy e.V. aus Falkensee sowie das Projekt „Spurensicherung“ des Arbeitskreises „Zwangsarbeit Gedenken“ aus Ludwigsfelde.​

Der noch junge, überparteiliche Verein aus Falkensee setzt bewusst auf niedrigschwellige Formate, um über die Geschichte des Faschismus aufzuklären und demokratische Werte zu fördern. Dafür organisiert er regelmäßig Lesungen, Filmabende, Diskussionsveranstaltungen und Kunstaktionen, bei denen die Teilnehmer miteinander sowie mit geladenen Experten ins Gespräch kommen. Entstanden war der Verein als Reaktion auf zunehmende, demokratiefeindliche Tendenzen und eine wachsende rechtsextreme Szene in der Stadt. 

Das Projekt „Spurensicherung“ macht die fast vergessene Geschichte eines ehemaligen KZ-Außenlagers des NS-Rüstungssystems in Ludwigsfelde sichtbar. Mehr als zehntausend Zwangsarbeiter wurden dort während der NS-Zeit in der Flugzeugmotorenproduktion eingesetzt. In der Stadt erinnert heute kaum noch etwas daran. Mit Gedenkspaziergängen, Diskussionsveranstaltungen, Filmvorführungen sowie einer Website mit interaktiver Karte möchte der Arbeitskreis die verschütteten Spuren wieder freilegen. Die Auszeichnung der beiden Projekte nahm in Vertretung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, als Schirmherr des Franz-Bobzien-Preises, Staatssekretär Dr. Johannes Wagner aus dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt vor. Die Projekte teilen sich das Preisgeld von 5000 Euro. 

„Beide Projekte machen auf ihre Weise deutlich, dass Demokratie und Toleranz nicht nur große, hehre Worte sind, sondern dass die Werte, für die sie stehen – Menschlichkeit Respekt, Freiheit, Teilhabe und die Achtung von Menschenrechten – tagtäglich in Brandenburg von engagierten Menschen mit Leben erfüllt werden“, würdigte der Staatssekretär die beiden Gewinnerprojekte in seiner Ansprache.

Jenny Hahn ist neue Bürgermeisterin von Baruth/Mark

Die 51-Jährige übernimmt im August die Amtsgeschäfte als Bürgermeisterin von Baruth/Mark. Sie hat sich am ​10. Mai 2026 gegen zwei...
Das Schloss in Königs Wusterhausen

Bildung fördern, Familien stärken

Am Freitag, 15. Mai 2026, sind kleine und große Besucher zum Internationalen Tag der Familie ins Schloss Königs Wusterhausen eingeladen....
Gruppenfoto Bürgerstiftung

Potsdamer Bürgerstiftung feiert 15-jähriges Bestehen.

Die Potsdamer Bürgerstiftung feiert ihr 15-jähriges Bestehen unter dem Motto „Was Potsdam trägt“. Mit einer Jubiläumskampagne stellt sie ihr Engagement...
DSC_2153_bab

Sie kommt, wenn Mamas Hilfe brauchen​

Mütterpflegerin Sabine Milow aus Königs Wusterhausen steht frisch gebackenen Mamas in den ersten Wochen nach der Geburt zur Seite.​ Wenn...
DRK-Chor

DRK-Chor Luckenwalde: Mit Herz und Harmonie seit zwei Jahrzehnten

Sieben Sängerinnen und Sänger gründeten am 26. April 2006 unter der Leitung von Gerda Krebs einen neuen Singechor. Sie prägte...
eine Luftaufnahme, die das Dichterviertel samt Rathaus der Stadt Ludwigsfelde zeigt

Haushalt 2026 für Ludwigsfelde beschlossen

Die Gewerbesteuerausfälle in Ludwigsfelde können nicht komplett aufgefangen werden. Die Rücklage wird auch im kommenden Jahre weiter sinken. Ludwigsfeldes Stadtverordneten...
Offcanvas