Protest gegen Kahlschlag in Autoindustrie auch in Ludwigsfelde
Tausende Beschäftigte in Berlin, Brandenburg und Sachsen haben am Montag, 21. September 2026, beim Aktionstag der IG Metall demonstriert – auch in Ludwigsfelde.
Auch im Mercedes-Benz-Werk in Ludwigsfelde haben am Montag Beschäftigte am Aktionstag der IG Metall gegen den Kahlschlag in der Autoindustrie in Ostdeutschland demonstriert. „Überdeutlich haben die Beschäftigten klargemacht, dass die Angriffe auf ihre Werke und Arbeitsplätze aufhören müssen“, so Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen.
„Wir fordern von Arbeitgebern und Politik eine Kehrtwende für eine Zukunft der Autoindustrie.“ In Ludwigsfelde wurde so ein Zeichen gegen Einschnitte wie unbezahlte Mehrarbeit und ein Ende der 35-Stunden-Woche gesetzt. Laut Otto sind zehntausende Arbeitsplätze bereits vernichtet worden. „In zahlreichen Betrieben treibt die Kolleginnen und Kollegen der Autowerke und Zulieferer die Sorge um ihre Zukunft um. Mit den Aktionen überall in unserer Region und in ganz Deutschland senden die Beschäftigten sehr laut und sehr klar die Botschaft aus: Jetzt reicht‘s!“ Die Manager hätten die Trends in der E-Mobilität, Digitalisierung und Batterietechnik jahrelang verschlafen. „Jetzt wollen sie ihre Belegschaften dafür bezahlen lassen. Das lassen wir nicht zu. Wir fordern Investitionen in die Zukunft, Innovationen und Qualifizierung. Es muss Schluss sein mit Kahlschlag, Standortschließungen und Verlagerungen.“
Von den Arbeitgebern fordert die Gewerkschaft „Zukunftsprodukte für die Werke“, „Investitionen in Standorte statt Geldregen für Aktionäre“, „Finger weg von der 35-Stunden-Woche“ sowie „Sparen im Unternehmen? Ja, bitte: bei Management, Produktdschungel und Bürokratie“.
Auch an die Politik gibt es Erwartungen: bessere Rahmenbedingungen und Regulierungen, die die Produktion in Deutschland und Europa fördern und gegen die massiven Wettbewerbsverzerrungen aus China und den USA schützen.






