Rauchen? Nein danke: Schulklasse informiert sich im Klinikum EvB über Gesundheitsrisiken
Wie wirkt sich Rauchen auf den Körper aus? Welche Krankheiten können dadurch entstehen und wie sieht die moderne Behandlung von Lungenkrebs aus? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schüler einer 8. Klasse des Hermann-von-Helmholtz-Gymnasiums Potsdam bei einem Besuch im Klinikum Ernst von Bergmann (EvB).
Eingeladen hatten die Klinik für Thoraxchirurgie sowie die Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie. Gemeinsam gestalteten die beiden Fachbereiche ein zweistündiges Präventionsprogramm, das über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens aufklärte und zugleich Einblicke in die moderne Krebsmedizin bot.
Zum Einstieg testeten die Jugendlichen ihr Wissen in einem Quiz. Hintergrund ist eine Entwicklung, die Fachleute mit Sorge beobachten: Aktuelle Studien zeigen, dass der Tabak- und Nikotinkonsum unter Jugendlichen wieder zunimmt. Während die Zahl der Raucherinnen und Raucher in Deutschland über viele Jahre rückläufig war, greifen insbesondere junge Menschen zunehmend zu E-Zigaretten, Vapes und anderen Nikotinprodukten.
Im anschließenden Vortrag erläuterte Clara Petereins, Assistenzärztin der Klinik für Thoraxchirurgie, welche gesundheitlichen Schäden Rauchen verursachen kann. Dabei wurde deutlich, dass Nikotinkonsum das Risiko für zahlreiche Erkrankungen erhöht – insbesondere für Lungenkrebs. Anhand von Beispielen aus dem Klinikalltag erhielten die Schülerinnen und Schüler einen praxisnahen Einblick in die Auswirkungen der Krankheit und die Herausforderungen der Behandlung.
„Lungenkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen und wird leider oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, da er zu Beginn meist keine Schmerzen oder eindeutigen Symptome verursacht. Deshalb ist Aufklärung über die Risiken des Rauchens so wichtig“, erklärte Clara Petereins.
Wie moderne Krebstherapien heute aussehen, zeigte anschließend Dr. med. Berit Kummer, Fachärztin der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie. Sie stellte die Aufgaben und Möglichkeiten der Strahlentherapie vor und erklärte, wie Tumore mithilfe hochpräziser Strahlung behandelt werden können. Darüber hinaus erhielten die Jugendlichen Einblicke in den Ablauf einer strahlentherapeutischen Behandlung und lernten die dafür eingesetzten Geräte kennen.
„Moderne Strahlentherapie ermöglicht heute eine hochpräzise Behandlung vieler Tumorerkrankungen. Gleichzeitig zeigt unsere tägliche Arbeit, wie wichtig Prävention ist – denn viele Erkrankungen ließen sich durch einen rauchfreien Lebensstil vermeiden“, sagte Dr. med. Berit Kummer.
Zum Abschluss führte ein Rundgang durch die Räumlichkeiten der Strahlentherapie. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler die vorgestellten Geräte aus nächster Nähe betrachten und einen Eindruck von den Abläufen in einer modernen onkologischen Fachabteilung gewinnen.
Mit Veranstaltungen wie dieser möchte das Klinikum Ernst von Bergmann junge Menschen frühzeitig über gesundheitliche Risiken informieren und einen Beitrag zur Prävention leisten. Der direkte Einblick in die medizinische Praxis soll helfen, die Folgen des Rauchens greifbar zu machen und das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil zu stärken.





