Richtfest für neue Oberschule in Rangsdorf
Auf dem ehemaligen Bückergelände entsteht seit September 2025 eine neue Schule. Aktuell gibt es aber noch eine große Herausforderung, bevor die Schule ihren Betrieb aufnehmen kann.
Eine moderne Oberschule, die den Anforderungen des modernen Lernens gerecht wird, entsteht derzeit auf dem früheren Bücker-Areal in Rangsdorf. Nach seiner Fertigstellung soll der dreigeschossige Neubau Platz für 220 Schüler bieten, eine Erweiterung für 110 zusätzliche Schüler ist bereits vorgesehen.
Nachdem der Grundstein Mitte September gelegt worden war, wurde Ende Februar bei strahlendem Sonnenschein Richtfest gefeiert. Bei der Zeremonie hatten sich nicht nur Vertreter der beteiligten Unternehmen, der Verwaltung und der Gemeindevertretung eingefunden. Auch die künftigen Nutzer waren vor Ort, um einen ersten Blick auf das neue Gebäude und die damit verbundenen Möglichkeiten zu werfen.
Auf dem Gelände entsteht auch eine moderne Dreifeldsporthalle, die von der Schule und Vereinen gemeinsam genutzt werden kann. Für den Oberschüler Lasse, der neben den obligatorischen Rednern bei der Feier ebenfalls das Wort an die Beteiligten richten konnte, war das einer der wichtigen Punkte, die am neuen Standort eine deutliche Verbesserung bringen werden. Denn bislang müssen die Schüler für den Sportunterricht noch zweimal pro Woche zur Halle laufen. Auf dem Bückergelände ist sie Teil des Schulgebäudes. „Damit wird Sport dann ein selbstverständlicher Teil der Schule.“ Auch auf das entstehende Schülerlabor und die Schulbibliothek freue er sich sehr, so Lasse.
Ein Sportplatz und ein Jugendclub sind vor Ort ebenfalls geplant. Bürgermeister Klaus Rocher nannte den Schulbau daher einen „Meilenstein“ für Rangsdorf. Damit die Oberschule jedoch rechtzeitig umziehen könne, gelte es nun, die notwendige Infrastruktur zu schaffen und mit dem Bau der Straße „Am Flugfeld“ die entsprechenden Leitungen zu verlegen. Dies sei aktuell noch eine Herausforderung, so Rocher.
Zuvor lag die größte Hürde beim Bauen darin, den Untergrund so vorzubereiten, dass alles beginnen kann. Bis zu einer Tiefe von drei Metern mussten Schadstoffe aus dem Boden herausgeholt werden. Dazu gehörten neben Altlasten auch Kampfmittel. Beim Neubau der Oberschule setzt die Firma Goldbeck auf Nachhaltigkeit. Allein durch die Stahl-Skelett-Bauweise und die eigene Fertigung der modularen Bauelemente gebe es eine 30-prozentige CO2-Ersparnis.
Und selbst bei widrigsten Bedingungen konnte der Rohbau in die Luft gezogen werden. Da in den einzelnen Modulen bereits die Fenster integriert sind, sei man demnächst auch komplett wetterunanfällig für den Innenausbau, wie beim Rundgang durch das Objekt erklärt wurde.





