Mehr
Sonntag, 12. Juli 2026

Rodung in Baruth/Mark ist vorerst vom Tisch​

Baruth/Mark
Ein Mensch, der sich die Haare rauft, sitzt vor dem Richtertisch, auf dem ein Bebauunugsplan von einem Richterhammer zerschmettert wurde.

Laut OVG-Urteil ist der Bebauungsplan für das Industriegebiet in Baruth/Mark, in dem Red Bull eine Fabrik bauen möchte, einstweilen unwirksam.​

Der Bebauungsplan der Stadt Baruth/Mark zur Erweiterung des Industriegebiets ist am 19. Februar vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg einstweilen für nicht vollziehbar erklärt worden. Damit ist auch die geplante Rodung eines Waldstücks auf dem Areal, auf dem eine Dosenfabrik entstehen soll, vorerst vom Tisch.​

Der Plan hat laut OVG einen Fehler. Das von der Stadt Baruth/Mark festgesetzte Industriegebiet entspreche „nicht der allgemeinen Zweckbestimmung eines in der Baunutzungsverordnung geregelten Industriegebiets“. Weil dieses „zur Unterbringung von erheblich störenden Gewerbebetrieben bestimmt“ sei, müssten auch „Flächen vorgesehen sein, auf denen der Störgrad nicht begrenzt wird. Daran fehlt es, weil im Plangebiet kein Teilgebiet festgesetzt wurde, für das keine Lärmbeschränkung gilt“, so das OVG. Der Plan wurde bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung im Normenkontrollverfahren außer Vollzug gesetzt.

Von Kritikern der Erweiterung wird das Urteil begrüßt. „Die Gerichtsentscheidung ist ein klares Signal für rechtsstaatlich saubere Planung und für den Schutz von Natur und Umwelt“, teilte die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Lübcke (Bündnis 90/Die Grünen) nach der Urteilsverkündung mit. Sie begrüßt, dass damit auch die Rodung des rund 17 Hektar großen Waldstücks gestoppt wurde. „Die Rodung des Waldes hätte unumkehrbare Schäden verursacht“, so Lübcke. Sie fordert, die Planungen grundlegend zu überarbeiten. Zudem müsse geprüft werden, wie industrielle Entwicklung künftig stärker mit Klima-, Natur- und Gesundheitsschutz vereinbar gestaltet werden kann. „Wirtschaftliche Perspektiven und Naturschutz müssen zusammen gedacht werden – nicht gegeneinander“, mahnt die Bundestagsabgeordnete. Sie regt an, die gewonnene Zeit jetzt zu nutzen, „um ein aktuelles, unabhängiges Gutachten zur Wasserverfügbarkeit für den Standort Baruth zu erstellen“. Das bisherige hydrologische Gutachten sei fast 20 Jahre alt. 

Die Baruther Stadtverwaltung hält sich nach dem Urteil bedeckt. Mit Verweis auf das laufende Verfahren wollte sich Bürgermeister Peter Ilk nicht dazu äußern.

Wein

Herbstweinmarkt auf dem Luisenplatz im August 2026

Werbung Weinmarkt das zweite Mal im Jubiläumsjahr in Potsdam Vom 20. bis 30. August 2026 findet wieder der beliebte “Herbst-Weinmarkt auf...
Abitur 2026 Gesamtschule Otto Lilienthal

Premiere für dieGesamtschule Otto Lilienthal​

44 Abiturienten konnten ihre Zeugnisse entgegennehmen.​ Diese Abschlussfeier war eine Premiere: Zum ersten Mal wurden in diesem Jahr an der...
ritae-construction-site-4341843

Straßensperrungen wegen Bauarbeiten in Schönefeld

In den kommenden Wochen müssen sich Verkehrsteilnehmer in der Gemeinde auf mehrere Straßensperrungen einstellen. ​ In der Fasanenpromenade im Ortsteil Schönefeld...
eine Außenaufnahme des leerstehenenden Gebäudes

Ehemaliges Militärgelände in Rehagen steht zum Verkauf

Für das rund 29.000 Quadratmeter große Areal in dem Ortsteil von Am Mellensee können noch bis Ende Juli 2026 Gebote...
IMG-20260707-WA0000

Heimat- und Feuerwehrverein Plötzin e.V. benötigt Unterstützung für den Erhalt des Feuerwehrgerätehauses

Das alte Feuerwehrgerätehaus in Plötzin steht vor einer großen Herausforderung: Das Dach des Gebäudes aus dem Jahr 1957 muss dringend...
Schulfest 130 Jahre GS am Krimnicksee

Gute Laune trotz verlorener Wette

Am 20. Juni feierte die Grundschule am Krimnicksee in Senzig ihr 130. Jubiläum.Zur Feier kamen auch 256 Ehemalige.​ 130 Jahre Grundschule...
Offcanvas