Schrittweise bis 2035: Potsdam konkretisiert Tram-Ausbau nach Krampnitz
Die Landeshauptstadt Potsdam und die Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP) haben den aktuellen Stand der ÖPNV-Anbindung für den neuen Stadtteil Krampnitz vorgestellt. Dabei wurde auch ein neuer Zeitplan für die Verlängerung der Tramlinie 96 bekannt gegeben.
Die Straßenbahn gilt als zentrale Säule des Mobilitätskonzepts für das künftig weitgehend autoarme Quartier im Potsdamer Norden. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Fuß- und Radverkehr als attraktive Alternativen zum Auto zu stärken.
Nach Angaben der ViP wurden die Planungsarbeiten für die Tramverlängerung im Frühjahr 2026 wieder aufgenommen. Die Fertigstellung erfolgt nun schrittweise: Der zweigleisige Ausbau bis zum Campus Jungfernsee soll Anfang 2030 abgeschlossen sein. Die Verlängerung bis Krampnitz-West ist für Mitte 2032 vorgesehen, der Endausbau bis zur Schule Fahrland soll Mitte 2035 folgen.
Die beiden Planfeststellungsverfahren für den Ausbau befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Derzeit werden eingegangene Stellungnahmen ausgewertet und in die weitere Planung eingearbeitet. Im Herbst 2026 sollen die überarbeiteten Unterlagen beim Landesamt für Bauen und Verkehr eingereicht werden.
Auch bei der Finanzierung und beim Grunderwerb gibt es Fortschritte. Nach Angaben der Stadt sind bereits 77 Prozent der benötigten Flächen gesichert. Für den ersten Bauabschnitt liegen die Grundstücke vollständig vor. Zudem rechnet die Landeshauptstadt mit einer Förderung von bis zu 90 Prozent durch Bund und Land.
Bis zur Fertigstellung der Tram bleibt der Busverkehr das Rückgrat der Anbindung. Die seit August 2025 verkehrenden Linien 609, 662 und N15 haben sich laut Stadt bewährt. Zum neuen Schuljahr im August 2026 wird zudem das Angebot auf der Linie 638 angepasst. Zusammen mit den anderen Buslinien entsteht dadurch ein Zehn-Minuten-Takt zwischen Campus Jungfernsee und Krampnitz.
Die Stadt sieht in der Kombination aus leistungsfähigem Busverkehr und dem schrittweisen Ausbau der Tram die Grundlage für eine nachhaltige Mobilität im neuen Stadtteil.





