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Mittwoch, 14. Oktober 2026

Schulen aus Kleinmachnow und Teltow bundesweit für Geschichtsprojekte ausgezeichnet

Kleinmachnow, Teltow
Kleinmachnow
Der zweite Preis ging an die Kleinmachnower Schüler. Foto: Dong-Ha Choe

Gleich zwei Schulen aus der Region können sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Die Maxim-Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow und die Grace-Hopper-Gesamtschule in Teltow wurden beim bundesweiten Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ in Berlin für ihre historischen Forschungsprojekte geehrt.​

Besonders erfolgreich war die Maxim-Gorki-Gesamtschule, die für ihre digitale Ausstellung „Kleinmachnow Syndrom“ einen zweiten Preis erhielt. Die Schüler untersuchten die Eigentums- und Wohnraumkonflikte, die nach dem Fall der Berliner Mauer in Kleinmachnow entstanden. Im Mittelpunkt standen die Rückforderungen von Häusern und Grundstücken durch ehemalige Eigentümer sowie die Auswirkungen dieser Prozesse auf Familien und das gesellschaftliche Leben vor Ort. Mithilfe einer interaktiven Karte machten die Jugendlichen sichtbar, wie stark die Nachwirkungen der Wiedervereinigung bis heute in der Gemeinde präsent sind.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Grace-Hopper-Gesamtschule in Teltow. Ihr Projekt „Wendemuseum Teltow“ erhielt einen dritten Preis. Die Schüler entwickelten eine digitale Ausstellung, die die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen rund um die Jahre 1989 und 1990 aus regionaler Perspektive beleuchtet. In mehreren virtuellen Ausstellungsräumen thematisierten sie unter anderem die Wahrnehmung der Wendezeit, die Aufarbeitung der Staatssicherheit sowie die sogenannte Häuserdebatte in Teltow und Umgebung.

Die Wettbewerbsrunde stand in diesem Jahr unter dem Motto „Neue Begegnungen“. Bundesweit waren Jugendliche aufgerufen, die Geschichte der deutschen Einheit und ihre Folgen für das Leben vor Ort zu erforschen. Dabei führten sie Interviews mit Zeitzeugen, werteten historische Quellen aus und dokumentierten Erinnerungen aus ihren Familien und Gemeinden.

Die hohe Qualität der Projekte aus Kleinmachnow und Teltow zeigt, wie intensiv sich junge Menschen mit der jüngeren deutschen Geschichte auseinandersetzen. Während die Kleinmachnower Schüler die oft schwierigen Eigentumsfragen der Nachwendezeit untersuchten, richteten die Teltower Jugendlichen ihren Blick auf die vielfältigen gesellschaftlichen Veränderungen der Transformationsjahre.

Für ihren zweiten Platz erhält die Maxim-Gorki-Gesamtschule ein Preisgeld von 2.000 Euro. Die Grace-Hopper-Gesamtschule kann sich über 1.000 Euro für den dritten Platz freuen.

Insgesamt wurden in der aktuellen Wettbewerbsrunde 307 Beiträge eingereicht – so viele wie nie zuvor seit dem Start des Wettbewerbs im Jahr 2019. Ausgezeichnet wurden 36 Projektgruppen mit mehr als 200 Jugendlichen aus ganz Deutschland. Der Wettbewerb wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltet.

Die Erfolge der Schulen aus Kleinmachnow und Teltow zeigen, dass die Geschichte der deutschen Einheit auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung nichts von ihrer Aktualität verloren hat – und dass junge Menschen wichtige Beiträge dazu leisten können, regionale Erinnerungen für die kommenden Generationen zu bewahren.

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