Spenden aus der Region schenken Tausenden Menschen neues Augenlicht
Gleich vier Städte aus der Region gehören zu den großzügigsten Spenderkommunen Brandenburgs: Im aktuellen Ranking der Christoffel-Blindenmission (CBM) belegt Kleinmachnow mit durchschnittlich 1,46 Euro pro Einwohner Platz eins. Potsdam folgt mit 0,98 Euro auf Rang zwei, Werder (Havel) erreicht mit 0,84 Euro Platz vier und Teltow teilt sich mit 0,65 Euro pro Einwohner Rang acht.
Die Spenden haben eine konkrete Wirkung: Allein die Bürger aus Potsdam ermöglichten mit 181.258 Euro rechnerisch rund 6.041 Augenoperationen. Aus Werder kamen 22.646 Euro zusammen – genug für etwa 754 Operationen. Auch die Spenden aus Kleinmachnow und Teltow tragen dazu bei, dass Menschen in den ärmsten Regionen der Welt wieder sehen können.
Weltweit sind mehr als 17 Millionen Menschen durch Grauen Star erblindet. Die Trübung der Augenlinse lässt sich in einem etwa 15-minütigen Eingriff beheben. In den von der CBM unterstützten Projekten kostet eine Operation durchschnittlich nur 30 Euro. Für viele Betroffene in Afrika, Asien und Lateinamerika bleibt dieser Betrag jedoch unerschwinglich – umso wichtiger sind Spenden aus Deutschland.
Welche Wirkung diese Hilfe entfaltet, zeigt die Geschichte der 23-jährigen Asha aus Sansibar. Wegen eines unbehandelten Diabetes entwickelte sie Grauen Star und verlor nach und nach ihr Augenlicht. Schließlich konnte sie nur noch Schatten erkennen und musste ihren Traum aufgeben, als Henna-Künstlerin zu arbeiten.
Im von der CBM unterstützten Mnazi Mmoja Hospital wurde die Ursache ihrer Erkrankung erkannt. Nachdem ihr Blutzucker eingestellt worden war, ersetzten Ärztinnen und Ärzte die getrübten Augenlinsen durch künstliche Linsen. Bereits am Tag nach der Operation konnte Asha ihre Tante und den behandelnden Arzt wieder sehen. „Ich habe vor Freude geweint“, erzählt sie.
Heute blickt die junge Frau wieder hoffnungsvoll in die Zukunft. Sie zeichnet erneut Henna-Muster, möchte ihre Ausbildung fortsetzen und das Schneiderhandwerk ihres Großvaters erlernen. Mit ihrem Augenlicht hat sie auch ihre Lebensfreude und ihre Zukunftspläne zurückgewonnen.
Die Christoffel-Blindenmission bedankt sich bei den Spendern aus der Region. Das aktuelle Ranking unterstreicht, dass das Engagement in Kleinmachnow, Potsdam, Werder und Teltow weit über die Region hinaus wirkt – und für viele Menschen den Unterschied zwischen Blindheit und einem selbstbestimmten Leben bedeutet.






