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Freitag, 16. Oktober 2026

Spenden für Kirchturmsanierung: „Kirche des Monats“ steht in Sperenberg

Am Mellensee
eine Außenaufnahme der Dorfkirche Sperenberg
In der Kirche finden regelmäßig Gottesdienste statt, aber auch diverse weitere Veranstaltungen, etwa Gemeindetreffen wie das „Kirchen-Café“. Foto: Hans Todtmann

Die Dorfkirche in Sperenberg ist vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg zur Kirche des Monats September bestimmt worden. Seit 2002 vergibt der Verein diese Auszeichnung, um auf den Sanierungsbedarf und den Erhalt historischer Dorfkirchen aufmerksam zu machen. In Sperenberg steht die Kirchturmsanierung bevor, was unter anderem die Dachkonstruktion, die Dachdeckung und das Turmfachwerk beinhaltet. Der Förderkreis Alte Kirchen bittet für dieses umfangreiche Vorhaben um Spenden.​

Bei der Dorfkirche Sperenberg handelt es sich um eine Saalkirche, die in den Jahren 1752/53 durch den Landesbaumeister Georg F. Berger auf dem Fundament eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet wurde. Durch die beginnende Industrialisierung war die Einwohnerzahl stark gewachsen und Friedrich der Große stellte die finanziellen Mittel für den Neubau zur Verfügung. Die Kirchweihe fand am 30. September 1753 statt. In der Nacht vom 6. auf den 7. Juli 1760 schlug ein Blitz neben der Helmstange unter dem Knopf in den Turm ein, wodurch ein Turmfenster, die Uhr sowie eine Glocke beschädigt wurden. Diese zersprang 1782 und wurde 1797 neu gegossen. 1846 veränderte die Gemeinde die Form des Westturms und ließ das Obergeschoss leicht einrücken. Zu einem späteren Zeitpunkt trennte sie die Apsis ab und schuf so den Raum für eine Sakristei. Bei Ausgrabungen fanden Experten im Jahr 1932 mehrere Gräber innerhalb der Kirche. 

Im Zweiten Weltkrieg schlug im April 1945 eine Granate in den Kirchturm ein und zerstörte das Uhrwerk sowie die südliche Ecke des Turms. In den Jahren 1966 und 1967 erfolgte nach einem Schwammbefall eine Restaurierung des Innenraums. Dabei wurde die obere Etage der ehemals zweigeschossigen Hufeisenempore ausgebaut, die Dachkonstruktion erneuert und die Kassettendecke mit Gipskartonplatten aus Sperenberg verkleidet. Das Kirchenschiff erhielt einen neuen Fußboden sowie ein Luftheizungssystem, die Turmuhr darüber hinaus einen elektrischen Antrieb. Die Trennwand zur Apsis wurde ersatzlos entfernt, und die Arbeiten wurden am 24. September 1967 mit einem Gottesdienst abgeschlossen. Zuletzt sanierte die Gemeinde das Bauwerk von 2001 bis 2009. 

Wer für die anstehende Sanierung spenden möchte, kann folgendes Spendenkonto nutzen: „Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.“, Evangelische Bank, IBAN: DE94 5206 0410 0003 9113 90, Verwendungszweck: Dorfkirche Sperenberg.

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