Sportschule im Luftschiffhafen: Modernisierung erreicht Halbzeit
Während andernorts die Sommerferien für Ruhe in den Schulgebäuden sorgen, herrscht auf dem Gelände der Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ im Potsdamer Luftschiffhafen Hochbetrieb. Kräne prägen das Bild, Handwerker verlegen Leitungen und errichten neue Gebäudeteile. Die umfassende Modernisierung und Erweiterung der Eliteschule des Sports hat die Halbzeit erreicht. Aus diesem Anlass besuchte Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel die Baustelle.
„Dass wir in Potsdam mit der Sportschule eine Eliteschule des Sports haben, ist Auszeichnung und Ansporn zugleich“, sagte Aubel. In den vergangenen Jahren seien bereits erhebliche Investitionen in die Trainingsstätten am Luftschiffhafen geflossen. Mit dem neuen Schulgebäude würden nun auch die Lernbedingungen auf Spitzenniveau gebracht.
Die Sportschule wird seit 2025 grundlegend umgebaut und erweitert. Aus dem bisherigen H-förmigen Schulbau entsteht eine moderne Bildungslandschaft mit deutlich mehr Platz für Unterricht, Austausch und gemeinsames Lernen. Insgesamt werden rund 2.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche geschaffen. „Wir verwandeln den bisherigen Schultypenbau in eine geräumige und helle Schullandschaft“, erklärte ProPotsdam-Geschäftsführer Bert Nicke. Auch für Goldbeck Nordost, das die Bauarbeiten umsetzt, ist das Projekt von besonderer Bedeutung. Geschäftsführer Volker Huber verwies auf die lange Tradition des Luftschiffhafens als Ort außergewöhnlicher Leistungen.
Nach der Entkernung des Bestandsgebäudes sind inzwischen die Wände für eine zusätzliche Etage im Mitteltrakt errichtet worden. Auf rund 760 Quadratmetern entstehen dort neue Lerncluster, die Klassenräume, Sammlungsräume und Gemeinschaftsflächen miteinander verbinden. Auch der Erweiterungsbau an der südöstlichen Gebäudeseite nimmt Form an. Dort entstehen eine etwa 450 Quadratmeter große Aula sowie ein Eingangsbereich mit rund 250 Quadratmetern Fläche. Dieser soll künftig auch die sportlichen Erfolge der Schüler sichtbar machen. Auf dem Dach des Neubaus ist eine begehbare Grünfläche geplant, die als Schulgarten und Aufenthaltsbereich genutzt werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt der Modernisierung liegt auf der Barrierefreiheit. Künftig werden alle Etagen über einen Aufzug erreichbar sein, sodass das Gebäude vollständig von rollstuhlfahrenden Schülern genutzt werden kann. Durch zusätzliche Anbauten werden bestehende Unterrichtsräume erweitert. Darüber hinaus entstehen neue Fachkabinette sowie Räume für AGs und Förderangebote.
Der Einzug in das modernisierte Schulgebäude ist zum Beginn des Schuljahres 2027/2028 geplant. Bis dahin findet der Unterricht in einem eigens errichteten Ersatzschulgebäude zwischen Luftschiffhafen und Bahnhof Pirschheide statt.






