Starkes Elternengagement rettet erneut geplante Grundschule
Bei der Gemeindevertretersitzung am 14. April in Schulzendorf sorgte der Bau der interkommunalen Grundschule an der Miersdorfer Chaussee für Diskussionen.
Es ging hoch her bei der Gemeindevertretersitzung im Schulzendorfer Rathaus am 14. April. Auch wenn die interkommunale Grundschule Schönefeld-Schulzendorf noch jung ist, wurde sie wiederholt in der Gemeindevertretung infrage gestellt. Die Fraktion „Gemeinsam für Schulzendorf“ (GfS) wollte in der Sitzung den Bürgermeister Markus Witteck (CDU) beauftragen, diese kommunenübergreifende Zusammenarbeit zu beenden. Sie scheiterte mit dieser Beschlussvorlage – zur Erleichterung vieler Eltern, die an diesem Tag da waren, um ihrem Ärger Luft zu machen. Bereits im Spätsommer 2024 wurde versucht, diese einzigartige Schulform zu kippen, auch damals verhinderten zahllose engagierte Eltern Schlimmeres.
Denn schließlich ist die Kooperation seit Längerem beschlossene Sache. Die ersten beiden Klasse der Grundschulen werden seit 2025 bereits in der Schulzendorfer Mehrzweckhalle unterrichtet und warten auf die Fertigstellung der Schule, die für 2028 geplant ist.
Alles eine Frage der Kosten?
Die Gemeinde Schönefeld hat die Planung übernommen und selbst einen Kredit für das 36 Millionen teure Schulneubauprojekt aufgenommen. Die Gemeinde Schulzendorf, auf dessen Grund die interkommunale Schule stehen wird, hat sich dazu verpflichtet, rund 30 Prozent der Baukosten zu übernehmen, die sie über die nächsten vier Jahrzehnte abbezahlen will. Dafür bekommen sie einen Zug der dreizügig geplanten Grundschule und beteiligen sich anteilig an den laufenden Kosten. Kosten, die sich die Gemeinde aktuell laut GfS-Fraktionsvorsitzendem Peter Schulze möglicherweise nicht leisten kann.
Aber für ein Zurück sei es zu spät und Nachverhandlungen seien nicht mehr möglich, gibt Bürgermeister Markus Wittek zu bedenken. Und der Bedarf sei da.
„Wir wissen, dass unsere Gemeinde weiter wachsen und damit auch weiter Schulplätze brauchen wird“, sagte Gunnar Christiansen, Co-Sprecher des GRÜNEN Regionalverbandes Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf. „Wir wissen auch, dass die Gemeinde selbst keine eigene Schule wird errichten können und dass die Malven-Grundschule nicht weiter ausgebaut werden kann. Die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Schönefeld kommt hier wie gerufen.“
Die Bereitstellung von Grundschulplätzen gehöre zu den Pflichtaufgaben der Gemeinden, stimmen Christiansen und Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel überein. „Was Kritiker*innen hier zu vergessen scheinen: Bildung kostet, hat aber auch einen Wert. Jede Investition in die Bildung ist eine in die Zukunft unserer Kinder“, so der Sprecher des Grünen Regionalverbands.





