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Sonntag, 6. September 2026

Stele in Zossen und Ludwigsfelde mahnt zu Demokratie, Zusammenhalt und Menschlichkeit

Ludwigsfelde, Zossen
GAG-Chef Holger Schmidt, Zeitzeuge Udo, Rickel, Landrätin Kornelia Wehlan und der Erste Beigeordnete Michael Grunst (von links) stehen im Familienzentrum in Zossen
GAG-Chef Holger Schmidt, Zeitzeuge Udo, Rickel, Landrätin Kornelia Wehlan und der Erste Beigeordnete Michael Grunst (von links) waren im Familienzentrum. Foto: gag

Die „Ohne-uns-Stele – Miteinander-Füreinander“ von Udo Rickel soll Menschen zum Nachdenken anregen und zum Dialog ermutigen.

Manchmal beginnt alles mit einem Zufall: Als Holger Schmidt, Geschäftsführer der gemeinnützigen Arbeitsförderungsgesellschaft Klausdorf (GAG) an einem Sonntag im NDR einen Beitrag sah, ahnte er nicht, dass daraus ein außergewöhnliches Projekt entstehen würde. Im Mittelpunkt stand eine Stele des Zeitzeugen Udo Rickel aus Norddeutschland – ein Symbol für Demokratie, Zusammenhalt und Menschlichkeit. Rickels „Ohne-uns-Stele – Miteinander-Füreinander“ soll Menschen zum Nachdenken anregen und zum Dialog ermutigen. Seine Botschaft ist klar: Angesichts gesellschaftlicher Spannungen und globaler Konflikte braucht es Wachsamkeit, Engagement und den bewussten Umgang miteinander. Begriffe wie Hass und Missgunst gehörten zur Realität, entscheidend sei jedoch, wie Menschen ihnen begegnen. Die Idee ließ Schmidt nicht los.​

Aus einem ersten Kontakt entwickelte sich schnell eine Zusammenarbeit. Inzwischen stehen mehrere Stelen in Zossen, darunter im Familienzentrum „Kleeblatt“. Eine weitere wurde von Jugendlichen der Produktionsschule der GAG eigenständig gestaltet und mit regionalen Werten wie Respekt, Ehrlichkeit und Mitgefühl gefüllt. Der persönliche Besuch Rickels und seines Begleiters Werner Mantwied machte das Projekt nun greifbar. Über mehrere Tage hinweg entstand ein intensiver Austausch zwischen den Gästen und den Beteiligten vor Ort. Bereits beim ersten Treffen zeigte sich: Aus anfänglicher Begegnung wurde schnell Vertrauen. Im Familienzentrum „Kleeblatt“ stand der Dialog im Mittelpunkt. Rickel berichtete aus seinem Leben und unterstrich die Bedeutung aktiver demokratischer Teilhabe. Gespräche zwischen Generationen, Diskussionsrunden und Begegnungen mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft prägten die Veranstaltung. Auch Kornelia Wehlan, Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming, sowie ihr Stellvertreter Michael Grunst waren zu Gast im Familienzentrum. Die Landrätin ließ es sich nicht nehmen, ein Grußwort zu sprechen. Auch darüber hinaus bot das Programm zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch: Bereits im Vorfeld wurde im Rathaus Ludwigsfelde eine Stele an Bürgermeister Andreas Igel übergeben. Am Tag selbst erfolgte zudem die Übergabe einer weiteren Stele an den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Land Brandenburg, Danny Eichelbaum, im Rahmen des Empfangs. 

Weitere Programmpunkte reichten vom Empfang im Rathaus Ludwigsfelde über Gespräche in der Produktionsschule bis hin zum Besuch des Landtages in Potsdam. Historische Einblicke – etwa im Museumsdorf Glashütte oder in den Bunkeranlagen von Wünsdorf – ergänzten die Diskussionen um Perspektiven aus der Vergangenheit. Am Ende stand mehr als ein gelungenes Projekt. Es entstand ein Netzwerk aus Menschen, die gemeinsame Werte teilen und weitertragen wollen. „Es sind Freunde geworden“, resümieren die Beteiligten. 

Der Abschied fiel entsprechend herzlich aus – verbunden mit der Gewissheit, dass dies kein Ende, sondern der Beginn einer fortgesetzten Zusammenarbeit ist.

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