Stolzer Drachenvater: 24-Jähriger aus Mahlow hat Fantasybuch geschrieben
Tobias Seipold aus Mahlow hat unter dem Pseudonym Toni Béranger das Buch „How to Hide 4 Dragons“ geschrieben. Die Fortsetzung ist in Arbeit.
Fantasy made in Blankenfelde-Mahlow – seit Mitte März ist das mit „How to Hide 4 Dragons – Vergessene Vergangenheit“ erhältlich. Das 368 Seiten dicke Erstlingswerk, das in die Kategorie „Low Fantasy“ fällt, stammt aus der Feder von Tobias Seipold, der dafür das Pseudonym Toni Béranger gewählt hat.
Das Buch handelt von Arik, der eigentlich ein ganz normaler 17-jähriger Teenager ist – abgesehen von den vier geflügelten Mitbewohnern in seinem Haus. Jeder der vier Drachen mit den Spitznamen Lia, Dag, Vania und Jef steht mit einer Naturgewalt der Erde im Einklang. Ariks Eltern starben vor zwei Jahren, und an das Leben davor kann er sich nur lückenhaft erinnern. Als Arik eine Freundschaft mit der neuen Klassenkameradin Kida eingeht, beginnt für ihn ein neues Kapitel in seinem Leben, in dem er für sich und seine Drachen kämpfen muss und dabei die eigene Vergangenheit neu entdeckt.
Dass er einmal ein Buch schreiben würde, hätte er nie gedacht, sagt der 24-Jährige. Gänzlich überraschend ist es rückblickend aber nicht. „Ich habe es zu Schulzeiten schon gemocht, Aufsätze zu schreiben“, sagt er. Auch stilistische Mittel interessierten ihn dabei früh. Doch zum Schreiben ist er über den Umweg der Musik gekommen. Als Chormitglied und jemand, der erst Klavier und später Ukulele, Gitarre und Banjo spielte, hatte er für ein Weihnachtskonzert an seiner Schule einen Song geschrieben, bei dem er sich am Klavier selbst begleitete. „Da habe ich gute Rückmeldungen bekommen“, so Seipold. Also blieb er dabei, schrieb Musik und auch Texte dazu.
Nach dem Abitur entschloss er sich aufgrund der Liebe zur Musik, am SAE Institute in Berlin Toningenieurswesen zu studieren. Er absolvierte das Studium, merkte aber auch, dass das Stresslevel in dem Bereich eigentlich nichts für ihn ist. Da er schon während der SAE-Zeit begonnen hatte, eine Kriminalgeschichte zu schreiben, kam von seiner Mutter der Tipp, sich dem Schreiben zuzuwenden. „Die Geschichte hatte ich damals für 50 Seiten durchgehalten, habe aber irgendwann gemerkt, dass der rote Faden fehlt.“ An der Schule des Schreibens belegte er den Fernkurs „Kreatives Schreiben“, der ihm half, derartige Fehler künftig zu vermeiden. „Eigentlich wollte ich aber eher in die Richtung Lektorat/Korrektorat gehen.“ Doch wie er feststellte, gibt es inzwischen aufgrund der Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz kaum noch Berufschancen in dieser Richtung.
Mitten im Fernstudium hatte er schließlich die Idee, sich noch einmal an einer eigenen Geschichte zu versuchen. Da er schon immer ein Fan von Drachen war, sollten sie Bestandteil der Story sein, genau wie die vier Elemente. Diesmal wollte er seine früheren Fehler aber vermeiden und begann, sich im Vorfeld Fragen zu allen möglichen Bestandteilen zu stellen: zu Figuren, Plot und der Struktur. Erst, als er auf alles eine zufriedenstellende Antwort hatte, begann er mit dem Schreiben. Im August 2025 lag das Manuskript schließlich in der ersten Fassung vor. „Ich habe mir dann Testleser aus dem Bekanntenkreis gesucht, die mir durch einen Fragebogen, den ich entwickelt habe, auch wirklich gutes Feedback gegeben haben“, so Seipold. Als die Geschichte schließlich stand, kam die Frage auf, was daraus werden sollte. „Ich wollte mir eigentlich keinen Verlag suchen, weil ich Sorge vor der Einflussnahme durch andere hatte“, erinnert er sich. Demgegenüber standen die immensen Kosten die beim Self Publishing auf Autoren zukommen. Erneut kam der entscheidende Tipp von Seipolds Mutter. „Sie ist Anfang des Jahres auf den Rediroma-Verlag gestoßen, den ich selbst gar nicht gefunden hatte.“ Dieser ist ein Dienstleistungsverlag. „Davor hatten sie uns im Studium gewarnt, weil es dort viele schwarze Schafe geben soll“, so Seipold. Doch inzwischen ist er glücklich, dort untergekommen zu sein. „Der Verlag hat sich um alles bemüht, vom Cover bis zum Buchsatz. Ich habe einen festen Ansprechpartner, und sie sind auf alle meine Wünsche eingegangen.“ Sogar die Verfügbarkeit im Buchhandel und online waren dort im Paket mit drin, berichtet der Autor. Seit ein paar Wochen hat er nun sein erstes eigenes Buch in der Hand und ist glücklich mit dem Ergebnis.
„How to Hide 4 Dragons“ im Paperback kostet 17,95 Euro und ist im Handel mit der ISBN 978-3-96103-430-7 sowie als E-Book erhältlich.





