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Dienstag, 14. April 2026

Stroke-Unit in Teupitz bekommt erneut Qualitätssiegel​

Zwei Medizinerinnen zeigen auf einen Monitor auf der Stroke Unit.
Visite auf der Stroke-Unit. Foto: Asklepios Fachklinikum Teupitz 

Das Asklepios Fachklinikums Teupitz kann mit seinem 35-jährigen Erfolgsmodell erneut überzeugen.​

Als einzige Klinik im Landkreis Dahme-Spreewald kann das Asklepios Fachklinikum Teupitz jetzt den Titel „zertifizierte Stroke Unit“ führen. Eine entsprechende Bestätigung der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft (DSG) und der Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe erreichte die Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie Ende November. Danach hat die Fachklinik die vollständige Neu-Zertifizierung ihrer Schlaganfall-Station geschafft und gehört nun in den Kreis von aktuell zehn zertifizierten Stroke Units in Brandenburg beziehungsweise 354 zertifizierten Stroke Units in ganz Deutschland. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir die erneute Zertifizierung geschafft haben“, freut sich Chefarzt Dr. med. Ramanan Ganeshan. „Das belegt, dass wir in Teupitz höchste medizinische Qualitätsstandards bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Schlaganfällen einhalten. Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Erfolg möglich gemacht haben.“​

Eingehende Prüfung von Team und Technik

Experten der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft (DSG) und des TÜV Rheinland hatten die Klinik, die bereits im Jahr 1999 als erste in ganz Brandenburg das Qualitätssiegel erhalten hatte, Ende Juli einer kompletten Neu-Zertifizierung unterzogen. Im Rahmen eines Audits musste das Haus die Einhaltung strenger Kriterien bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit akuten Schlaganfällen nachweisen. Dazu gehört unter anderem, dass die entsprechenden bildgebenden Verfahren wie die Computertomografie (CT), die Magnetresonanztomografie (MRT) sowie die Duplexsonographie vorhanden sein müssen und ein spezialisiertes fachärztliches Team vor Ort abrufbar ist. Außerdem muss es auf Stroke Units möglich sein, Medikamente zu verabreichen, die ein Blutgerinnsel im Gehirn auflösen können (Thrombolyse). Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Schlaganfall-Station in Teupitz dafür, dass jederzeit auch eine Thrombektomie, eine minimal-invasive kathetergestützte Entfernung des Gerinnsels, am dortigen Thrombektomie-Zentrum möglich ist. Dieses hocheffiziente Verfahren gilt aktuell als Nadelöhr in der Behandlung akuter, schwerwiegender Schlaganfälle und kann in der Regel nur von überregionalen Zentren angeboten werden. Das Zertifikat belegt, dass in Teupitz rund um die Uhr eine leitliniengerechte Behandlung mit geeigneter Technik, Fachärzten und speziell geschultem Pflegepersonal verfügbar ist.

Fachliche Kapazitäten für den Notfall

„Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall, denn in jeder Minute sterben durch die mangelhafte Durchblutung des Gehirns Millionen Nervenzellen ab“, erklärt Peter Wienecke, Oberarzt und Leiter der der Stroke Unit in Teupitz. „Daher ist es von großer Relevanz, wenn der Rettungswagen eine spezialisierte Klinik schnell erreichen kann. Unsere Zertifizierung ist deshalb auch ein beruhigendes Zeichen für die Menschen im Landkreis Dahme-Spreewald.“ Um Einschränkungen und Behinderungen nach einem Schlaganfall zu vermeiden oder zurückzubilden, ist die frühe Mobilisation und Rehabilitation ein weiterer wichtiger Schritt bei der Behandlung. „Wir haben hier in Teupitz dank der großen neurologischen Expertise unserer Fachklinik die notwendigen medizinischen Kapazitäten direkt vor Ort“, ergänzt Daniela Wolarz, Geschäftsführerin des Asklepios Fachklinikums Teupitz. „Auf unserer Stroke Unit (Schlaganfallstation) arbeitet ein Team von besonders erfahrenen Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachkräften, Physiotherapeutinnen, Ergotherapeutinnen, Logopädinnen und Sozialarbeiterinnen eng zusammen.“ So werden Diagnostik und Behandlungsschritte schnell und effektiv eingeleitet und das Risiko für langfristige Schäden minimiert.

Hohes Risiko für bleibende Folgen

Jährlich werden in Deutschland rund 270.000 Schlaganfälle diagnostiziert. Etwa 1,2 Millionen Menschen leben mit den Folgen eines Schlaganfalls, der bis zu zehn Jahre zurückliegt. Bis 2040 könnte nach aktuellen Prognosen die Zahl der Schlaganfälle, vor allem bedingt durch die demografische Entwicklung, um 30 Prozent steigen, denn mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit deutlich zu. Der Schlaganfall ist derzeit die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und die häufigste Ursache für lebenslange Behinderungen bei Erwachsenen.

Sofort den Notarzt rufen!

Erste Anzeichen für einen Schlaganfall sind plötzliche Lähmungen und Sprechstörungen, starke, plötzlich auftretende Kopfschmerzen, plötzliche Sehstörungen, starker Schwindel und Gangunsicherheit sowie plötzliche Bewusstlosigkeit.

Wer bei sich oder anderen Personen diese Symptome feststellen, sollte sofort den Notruf 112 wählen, denn  ein Schlaganfall ist immer ein Notfall.

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