Tag der Müllabfuhr: Potsdam würdigt die Arbeit der Entsorgungsteams
Zum bundesweiten Tag der Müllabfuhr am 17. Juni richtet die Landeshauptstadt Potsdam ihren Dank an die Beschäftigten der Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP). Mit ihrem täglichen Einsatz sorgen sie dafür, dass die Stadt sauber, hygienisch und lebenswert bleibt – oft schon in den frühen Morgenstunden und meist fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Rund 150 Mitarbeitende sind in Potsdam täglich mit etwa 70 Fahrzeugen unterwegs. Sie leeren Mülltonnen, holen Sperrmüll ab und sammeln Schrott, Elektroaltgeräte sowie Altholz ein. Insgesamt fallen in der Landeshauptstadt jährlich rund 96.000 Tonnen Abfall an. Ohne die regelmäßige Entsorgung würden sich innerhalb kurzer Zeit Abfälle auf Straßen und Plätzen ansammeln. Sauberkeit und Lebensqualität in Potsdam hängen daher maßgeblich von der Arbeit der Entsorgungskräfte ab.
„Die Müllabfuhr ist für das Funktionieren unserer Stadt unverzichtbar. Der Tag der Müllabfuhr ist eine gute Gelegenheit, den Menschen zu danken, die diese wichtige Aufgabe jeden Tag zuverlässig erfüllen“, betont Nicole Prestin, Bereichsleiterin des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers der Landeshauptstadt Potsdam.
Neben der Anerkennung für die geleistete Arbeit appelliert die Stadt auch an die Bürger, die Müllabfuhr im Alltag zu unterstützen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die korrekte Mülltrennung. Wie wichtig dies ist, zeigte ein aktueller Vorfall: Mitarbeitende entdeckten kürzlich eine große Lithium-Batterie im Restabfall. Wäre diese unbemerkt geblieben, hätte sie einen Brand im Sammelfahrzeug auslösen können.
Batterien und Elektrogeräte können im Handel zurückgegeben oder auf den Wertstoffhöfen der STEP sowie beim Schadstoffmobil fachgerecht entsorgt werden. Die Stadt informiert darüber auch auf ihrer Internetseite.
Ein weiteres Anliegen der Beschäftigten betrifft die Sicherheit im Straßenverkehr. Immer wieder komme es zu gefährlichen Situationen, wenn Autofahrer Müllfahrzeuge trotz laufender Arbeiten mit hoher Geschwindigkeit überholen. Als besonders problematisch gelten unter anderem die Potsdamer Straße in Bornstedt, die Seepromenade in Groß Glienicke und die Leipziger Straße.
„Wir wünschen uns, dass die Autofahrer mehr Rücksicht auf die Lader nehmen. Schließlich machen wir ihren Müll weg. Sie müssen uns nicht mit 50 km/h überholen, während wir hinten arbeiten und teilweise Tonnen im fließenden Verkehr laden müssen“, sagt Marcel König, Müllwerker in zweiter Generation, der seit dem Jahr 2000 bei der STEP beschäftigt ist.
Auch Heiko Grützmacher, seit 1995 als Kraftfahrer bei der STEP tätig, weist auf wiederkehrende Probleme hin: „Wir erleben häufig, dass Sperrmüll in Müllbuchten abgestellt wird, sodass wir die Behälter nicht herausziehen können. Die Bürger sollten die Möglichkeit nutzen, ihren Sperrmüll kostenlos anzumelden.“
Trotz solcher Herausforderungen erfahren die Teams der Müllabfuhr regelmäßig Anerkennung. Besonders Kinder verfolgen die Arbeit der Entsorgungskräfte oft mit großer Begeisterung. Auch viele Anwohnerinnen und Anwohner bedanken sich persönlich für den täglichen Einsatz.
Der Tag der Müllabfuhr macht damit auf eine Berufsgruppe aufmerksam, die für das Funktionieren des städtischen Lebens unverzichtbar ist. Tag für Tag sorgen die Beschäftigten der STEP dafür, dass Potsdam sauber bleibt – zuverlässig, engagiert und häufig im Hintergrund.





