Teltow-Fläming-Preis 2026: Dreifache Ehrung für partnerschaftliches Engagement
Beim Jahresempfang des Landkreises wurde der Teltow-Fläming-Preis 2026 vergeben. Drei Beispiele aus dem Landkreis zeigen, wie sich Menschen engagieren.
Beim Jahresempfang des Landkreises, der unter dem Motto „Partnerschaft leben – gemeinsam die Zukunft gestalten“ stattfand, wurde der Teltow-Fläming-Preis 2026 vergeben. Mit diesem werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderer Weise um den Landkreis Teltow-Fläming verdient gemacht haben. Passend zum Motto des Abends wurde der Preis an Menschen vergeben, die sich durch ihre Initiative und Tatkraft in besonderer Weise für partnerschaftliche und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Vereinen oder gesellschaftlichen Gruppen engagieren.
Die Preisträger:

Eine Preisträgerin ist Angelika Kampe aus Rangsdorf. „Städtepartnerschaften leben nicht von Urkunden oder Vereinbarungen – sie leben von Menschen, die sie mit Herz, Zeit und persönlichem Engagement gestalten. Von Menschen, die Begegnungen möglich machen und aus Kontakten echte Freundschaften entstehen lassen“, betonte Dr. Johannes Wagner, Staatssekretär für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt, in seiner Laudatio. Seit rund 25 Jahren setzt sich Angelika Kampe genau dafür ein. Als pensionierte Lehrerin bringt sie nicht nur ihre Sprachkenntnisse ein, sondern vor allem ihre Offenheit und ihre Begeisterung für andere Kulturen. Mit großem Einsatz organisiert sie Besuche, pflegt Kontakte und öffnet immer wieder auch ihr eigenes Zuhause für Gäste aus der italienischen Partnergemeinde. Ihr Wirken ist geprägt von Herzlichkeit, Verlässlichkeit und der tiefen Überzeugung, dass Verständigung dort beginnt, wo Menschen einander begegnen.

Preisträger sind auch Arwed Piesalla, Philip Puhlmann und Niklas Skarke von der Freiwilligen Feuerwehr Großbeeren, zusammen mit Krystyna Anton. „Wenn Hilfe gebraucht wird, zeigt sich, was Zusammenhalt wirklich bedeutet. Es sind die Menschen, die nicht zögern, die anpacken, die über Grenzen hinweg Verantwortung übernehmen. Im September 2024, als eine Partnergemeinde in Polen von schweren Überschwemmungen, Hochwasser und einem Dammbruch betroffen war, haben engagierte Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr schnell und entschlossen gehandelt“, so der Erste Beigeordnete Michael Grunst in der Laudatio. „Ihre Hilfe war mehr als nur praktische Unterstützung. Sie sendeten ein starkes Signal: Ihr seid nicht allein. Gerade in einer solchen Ausnahmesituation ist dieses Gefühl von Solidarität und Zusammenhalt von unschätzbarem Wert. Dabei braucht es auch Verständigung. Jemanden, der zuhört und vermittelt.“ Als Übersetzerin stellte Krystyna Anton sicher, dass deutsche und polnische Einsatzkräfte einander verstehen konnten – klar, zuverlässig und jederzeit ansprechbar. „Das Engagement dieser vier Menschen steht beispielhaft für gelebte Partnerschaft und ein tiefes gemeinsames Verantwortungsgefühl“, sagte Grunst.

Bärbel Bartl vom Städtepartnerschaftsverein Trebbin wurde ebenfalls ausgezeichnet. Noch vor der deutschen Wiedervereinigung wirkte sie an der Gründung des Vereins mit, der bis heute das Fundament der Städtepartnerschaft bildet. Seit über drei Jahrzehnten steht sie an dessen Spitze – eine Konstante in einer sich ständig wandelnden Welt. Was einst aus einer Verbindung zweier Kirchengemeinden wuchs, fand zu Beginn der 1990er-Jahre seinen Weg auf die kommunale Ebene. In einer Zeit des Umbruchs, voller Chancen, aber auch Unsicherheiten, war es nicht selbstverständlich, neue Wege zu gehen und Partnerschaften einzugehen. Doch es gab Menschen, die diesen Weg mit Überzeugung und Tatkraft begleitet haben – wie Bärbel Bartl.




