Tierschutzbündnis erhöht Druck auf EU: Gesetzesvorschläge gegen Käfighaltung gefordert
Mehr als zweieinhalb Jahre nach der angekündigten Reform zur Abschaffung der Käfighaltung wächst der Druck auf die Europäische Kommission. Das deutsche Bündnis der Europäischen Bürgerinitiative „End the Cage Age“ fordert die EU auf, die seit Langem ausstehenden Gesetzesvorschläge noch in diesem Jahr vorzulegen und den versprochenen Ausstieg aus der Käfighaltung endlich einzuleiten.
Nach Angaben des Bündnisses verbringen in Europa noch immer Millionen Tiere ihr gesamtes Leben in Käfigen, Kastenständen oder vergleichbaren Haltungssystemen. Die Organisationen erinnern daran, dass die Europäische Kommission den Ausstieg aus der Käfighaltung bereits zugesagt hatte – auf Grundlage der erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „End the Cage Age“, die von 1,4 Millionen Bürgern unterstützt wurde.
„Millionen Tiere verbringen noch immer häufig ihr gesamtes Leben in Käfigen, Kastenständen oder ähnlichen Haltungssystemen. Die Europäische Kommission darf ihr Versprechen gegenüber 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger nicht länger aufschieben – für die Tiere ist jeder weitere Tag einer zu viel“, erklärt das Bündnis.
Dem Zusammenschluss gehören die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Animal Society, der Deutsche Tierschutzbund, PROVIEH und VIER PFOTEN an.
Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, veranstalteten vier der Organisationen am 22. Juli eine Protestaktion vor der Vertretung der Europäischen Kommission am Brandenburger Tor in Berlin. Mit Redebeiträgen und der Übergabe eines offenen Briefes an Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, appellierten sie an die EU, den angekündigten Ausstieg aus der Käfighaltung nun ohne weitere Verzögerung auf den Weg zu bringen.






