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Sonntag, 14. Juni 2026

Treuenbrietzen: Brand beschäftigte die Einsatzkräfte weiter

Treuenbrietzen
landschaft
Die Rauchsäule war am Samstag kilometerweit zu sehen. Foto: Anne Lange

Der Großbrand in einer ehemaligen Lagerhalle auf dem Gelände des früheren Fahrzeugwerks in Treuenbrietzen ist gelöscht. Dennoch bleibt die Lage im Umfeld des Brandortes angespannt. Nach dem Feuer warnt der Landkreis Potsdam-Mittelmark vor möglichen Brandrückständen, belastetem Löschwasser und der vorläufigen Nutzung privater Brunnen.

Nach dem Großbrand vom Wochenende ruft der Landkreis Potsdam-Mittelmark die Bürger zu besonderer Vorsicht auf. Vor allem im Umfeld des Brandortes könnten sich Ruß, Brandrückstände und belastetes Löschwasser niedergeschlagen haben.

Das Feuer war am Samstag gegen 14.20 Uhr ausgebrochen. In einer Halle am Hans-Grade-Weg, unweit der Belziger Straße, lagerten nach bisherigen Erkenntnissen illegal entsorgte Kunststoffabfälle und weiterer Müll. Die Flammen griffen schnell um sich, eine dichte Rauchsäule war weit über den Ort hinaus zu sehen. Die Feuerwehr war auch am Sonntag noch mit umfangreichen Nachlöscharbeiten beschäftigt. Bis zu 150 Einsatzkräfte waren am Wochenende im Einsatz.

Zwischenzeitlich waren die B102 sowie die Bahnstrecke RB33 gesperrt. Die Polizei geht davon aus, dass ein technischer Defekt als Brandursache kaum infrage kommt. Das seit Jahren stillgelegte Werk ist vom Stromnetz getrennt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauerten zum Redaktionsschluss noch an.
Der Fachdienst Gesundheit des Landkreises rät Anwohnern, mit Rußablagerungen vorsichtig umzugehen. Rückstände sollten möglichst nicht direkt berührt, sondern mit geeigneten Hilfsmitteln aufgenommen und in verschlossenen Säcken entsorgt werden. Kinder sollten von den Rückständen ferngehalten werden. Gartenmöbel, Spielgeräte oder andere Gegenstände im Außenbereich sollten feucht gereinigt werden.
Von einem Bad im nahe gelegenen Baggersee rät der Landkreis derzeit ab. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Rückstände über das Löschwasser in das Gewässer gelangt seien. Gleiches gilt für private Brunnen im Umfeld des Brandortes: Sie sollten vorerst für mindestens zwei Wochen nicht genutzt werden. Die öffentliche Trinkwasserversorgung ist nach Angaben der Wasserwirtschaftsgesellschaft Nieplitztal nicht betroffen.

Für die Kühlung des Brandherdes wurde am Dienstag erneut eine Löschwasserleitung vom Baggersee eingerichtet. Der Hans-Grade-Weg am ehemaligen Fahrzeugwerk wurde bis zur B102 erneut gesperrt.

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