Umbau am Potsdamer Steubenplatz: Mehr Grün, Trinkbrunnen und Regenwassernutzung
Mit dem Ziel, die Innenstadt besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten, haben am Montag die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Steubenplatzes in der Potsdamer Mitte begonnen. Die Fläche wurde für die Dauer der Arbeiten abgesperrt. Künftig soll der Platz als sogenannter „Cooling Point“ dienen und an heißen Tagen für Abkühlung sowie eine höhere Aufenthaltsqualität sorgen.
Kernstück des Projekts ist der Bau einer Regenwasserzisterne, die Regenwasser und überschüssiges Wasser eines neuen Trinkbrunnens sammelt. Das gespeicherte Wasser soll anschließend für die automatische Bewässerung der geplanten Grünflächen genutzt werden. Die Maßnahme ist Teil des Modellprojekts Smart City Potsdam und soll dazu beitragen, die Bevölkerung besser vor extremer Hitze zu schützen.
Im Zuge der Neugestaltung erhält der Steubenplatz deutlich mehr Grün. Vorgesehen sind vier Rasenflächen mit Sträuchern, zwei Baumreihen mit insgesamt sechs Ulmen und fünf Linden sowie ein Kastanienbaum. Durch die zusätzliche Begrünung soll sich das Mikroklima verbessern und der Platz insbesondere in den Sommermonaten angenehmer nutzbar werden.
Die Bauarbeiten für die unterirdische Regenwasserzisterne werden nach Angaben der Stadt voraussichtlich rund zehn Wochen dauern. Die weitere Gestaltung des Platzes soll im Herbst 2026 beginnen.
Finanziert wird das Vorhaben mit Fördermitteln aus dem Modellprojekt Smart Cities sowie aus der Städtebauförderung. Mit der Umsetzung wurde die Sanierungsträger Potsdam GmbH beauftragt.
Mit dem Projekt setzt die Landeshauptstadt einen weiteren Baustein ihrer Klimaanpassungsstrategie um. Der Steubenplatz soll künftig nicht nur als Aufenthaltsort dienen, sondern auch als Beispiel dafür, wie öffentliche Räume in Zeiten zunehmender Hitzebelastung widerstandsfähiger gestaltet werden können.
Noch offen ist die Frage, ob das Steubendenkmal auf die Fläche versetzt wird. Die Landeshauptstadt Potsdam schlug vor, das Steubendenkmal von seinem derzeitigen Standort in der Schloßstraße auf den neu gestalteten Steubenplatz am Potsdamer Landtag zu versetzen, den ursprünglichen Standort des originalen Denkmals. Im Zuge dessen soll das Denkmal zudem eine erläuternde Informationstafel erhalten. Diese wird die historische Einordnung der Statue sowie ihre Entstehungs- und Aufstellungsgeschichte erläutern. Ergänzend sollen über die Potsdam History-App biographische Daten sowie der historische Kontext präsentiert werden und den Besuchenden so eine eigene Bewertung ermöglichen.






