Unsere Heimat in Bildern
Zurzeit ist in der Galerie unterm Dach des Dahmelandmuseums Königs Wusterhausen eine Grafikausstellung mit Werken von Bernd Fischer zu sehen.
Bernd Fischer dürfte besonders Lesern des Heimatkalenders des Heimat- und Museumsverein aus Königs Wusterhausen bekannt sein, prägen seine Zeichnungen doch seit 1995 das Deckblatt der jährlich erscheinenden Hefte. Als Ehrenmitglied des Vereins hat dieser ihm zu seinem 85. Geburtstag eine Ausstellung in der Galerie unterm Dach im Dahmelandmuseum am Schlossplatz gewidmet. Noch bis zum 5. September 2026 sind dort Grafiken des Künstlers zu sehen.
Bernd Fischer wurde am 12. Juni 1941 in Königs Wusterhausen geboren und wuchs in Zeuthen auf. Zwischen 1958 und 1961 erlernte der den Fachberuf des Retuscheurs und arbeitete bis 1970 in einer Berliner Druckerei. Durch die zufällige Entdeckung archäologischer Funde wurde neben der Kunst eine andere Leidenschaft geweckt: 1968 wurde er vom Potsdamer Museum für Ur- und Frühgeschichte zum ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger benannt und arbeitete bis 2006 in Berlin als wissenschaftlicher Zeichner für die Akademie der Wissenschaften sowie dem Märkischen Museum und nahm an Ausgrabungen teil. Auch aus dieser Lebensphase sind in der Ausstellung Zeichnungen zu sehen. So entstanden in dieser Zeit viele seiner unverkennbaren Karikaturen, Kollagen und Glückwunschkarten.
„Bei zahlreichen Anlässen wie Jubiläen, Geburtstagen oder Betriebsausflügen konnte man seine Fähigkeit, mit rasch geführtem Stift Personen und Situationen schnell und treffend zu skizzieren, bewundern“, beschreibt Dr. Eberhard Kirsch Fischers Arbeit in der aktuellen Ausgabe des Heimatkalenders.

Über die Jahre sammelten sich so viele seiner Grafiken an. Darunter auch viele Darstellungen von Rekonstruktionen auf Grundlage von wissenschaftlichen Funden aus unserer Region, wie beispielsweise der Penningsberg bei Mittenwalde oder Gebäude, die Fischer vor deren Abriss zeichnete. So gilt seine Zeichnung des alten Rathauses am Kirchplatz aus dem Jahr 1983 heute als zeitgeschichtliches Dokument. Neben seinem künstlerischen Schaffen war Bernd Fischer jahrelang einer der aktivsten ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger Brandenburgs. In der 80er Jahren meldete er jährlich hunderte neu entdeckter Fundstätten. Aus diesem Grund überreichte ihm 1995 der brandenburgische Kulturminister den Förderpreis für Denkmalpflege.





