Unterstützung: Aus Gesundheitsbuddys werden in Ludwigsfelde echte Freunde
Die Gesundheitsbuddys des Vereins BuddyLu begleiten ehrenamtlich Menschen und verhelfen ihnen zu mehr Lebensqualität und weniger Einsamkeit.
Wenn Bianka Speina bei Mario Bornemann auftaucht, ist die Langeweile für den 59-Jährigen wie weggeblasen. „Ich freue mich immer, wenn sie vorbeikommt“, sagt er. Mario Bornemann ist einer von zwei Menschen, die Bianka Speina als „Gesundheitsbuddy“ im Ludwigsfelder Verein BuddyLu ehrenamtlich begleitet. Diese Buddys unterstützen ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen mit Gymnastik, Spaziergängen und Spielen bei Besuchen in der Häuslichkeit. Aber auch kleine Einkäufe und die Begleitung zum Arzt sind mögliche Hilfeleistungen.
Ein- bis zweimal pro Woche kommt Speina dafür zu Bornemann – pro Monat sind es insgesamt zehn Stunden. „Es ist schön zu sehen, wie die Angebote Lebensfreude schenken und das Wohlbefinden steigern“, sagt Speina über die Arbeit. Und die Beschäftigung sei für beide Seiten sinnbringend: Die Zuwendung tue den Nutzern des Angebots gut, weil sie auf diese Weise mehr Mobilität und Austausch bekämen, was zu mehr Lebensqualität und Selbstbestimmung beitrage und helfe, Einsamkeit zu vermeiden. „Was mich persönlich motiviert ist, dass ich mit den Menschen viel Freude erlebe, besonders bei den Spielen, den Gesprächen über das Leben, über Literatur, Lieder und Witze.“
Für Mario Bornemann ist Bianka Speina inzwischen zu einer Freundin geworden: „Es ist schön, wenn man sich mal aussprechen kann.“ Und die gemeinsamen Bewegungsübungen seien ebenfalls sehr hilfreich. „Die Angebote trainieren Kraft, Koordination und Gleichgewicht sowie das Herz-Kreislaufsystem und das Gedächtnis“, erklärt Speina.
Über die Bewegung zu zweit freut sich auch der 84-jährige Axel Fey. „Wir machen eine große Rollatorenrunde mit Tee-Pause im Edeka und eine anschließende Spielerunde.“ Es tue gut, Menschen zu treffen und sich zu unterhalten. Seine Frau Rosi freut sich, dass sie derweil Erledigungen machen und im Garten arbeiten kann. Das ist ein weiterer Nutzen des Angebots: die Entlastung von Angehörigen.
Kostenlos ist das Angebot nicht. Doch bei einem Pflegegrad kann der Gesundheitsbuddy sogar über die Pflegekasse bezahlt werden. Im Ludwigsfelder Verein gibt es mehrere Gesundheitsbuddys. Doch der Bedarf ist größer als er aktuell bedient werden kann. Für die Tätigkeit gibt es eine Aufwandsentschädigung von acht Euro pro Stunde. Und die Begleitung kann ohne Weiterbildung absolviert werden. Es gibt aber auch eine Fortbildung, die 50 Stunden umfasst und mit einem Zertifikat abschließt. Während der Tätigkeit sind die Gesundheitsbuddys über den Verein versichert.
Wer einen Gesundheitsbuddy vermittelt bekommen möchte, oder auch selbst im Verein ehrenamtlich tätig werden möchte, kann Kontakt unter 01525 3808697 oder per E-Mail an info@buddylu.de aufnehmen.





