Vierter Ortsteilspaziergang fand in Wernsdorf statt
Rund 50 Bürger aus Königs Wusterhausen nutzten Anfang März die Möglichkeit zum Austausch.
Das Wetter passte, die Stimmung war gut: Am 7. März 2026 fanden sich rund 50 Bürger aus Wernsdorf und Ziegenhals am Treffpunkt Storkower Straße zu einem gemeinsamen Spaziergang mit Bürgermeisterin Michaela Wiezorek ein. Aber nicht nur die Sonne und frühlingshafte Temperaturen wollten genossen werden, vor allem der Austausch mit der Bürgermeisterin über die wichtigen Themen und Sorgen der Bürger stand auf der Tagesordnung.
„Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind“, begrüßte Wiezorek die Wernsdorfer und stellte sodann ihre Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung vor, die sie „als Verstärkung“ mitgebracht hatte. So konnten sich die Bürger über kompetente Ansprechpartner aus den Bereichen Bildung und Jugend, Stadtentwicklung, Hoch- und Tiefbau sowie Öffentliches Grün freuen und deren Fachexpertise nutzen.
Als Erstes führte der Spaziergang vom Gelände des Heimatvereins Wernsdorf-Ziegenhals zur Kita „Kleine Pfefferkörner“. Dort sind in den vergangenen Jahren viele kleinere Reparaturen erfolgt, aber auch notwendige größere Maßnahmen wie die Strangsanierung der Trinkwasserleitungen und die Erneuerung der Wärmeerzeugungsanlage wurden durchgeführt. Zu Recht, wie Bürgermeisterin Wiezorek betonte, erfreut sich die Kita doch seit vielen Jahren großer Beliebtheit bei Eltern und Kindern.
An der alten Dorfkirche vorbei erreichte die Gruppe das Vereinsgelände der Angelfreunde Krossinsee. Dort schilderten die Angler Bürgermeisterin Wiezorek ihre derzeitige missliche Lage: Da die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Grundstückseigentümerin ihre gepachtete Fläche veräußern möchte, ist es vollkommen unklar, wie es für den Anglerverein und die 22 Pachtgrundstücke weitergehen soll. Bürgermeisterin Wiezorek betonte, dass man die Problematik gut kenne, die Möglichkeiten der Stadt, Einfluss auf die Vorhaben der BImA zu nehmen, aber leider sehr gering seien.
Wohin mit Rettungshubschrauber und Autos?
Auch die nächste Station des Ortsteilspaziergangs befand sich am Wasser. An der Badestelle Krossinsee hatten die Wernsdorfer und ihr Ortsbeiratsvorsitzender Volker Born gleich mehrere Anregungen, die sie der Bürgermeisterin mit auf den Weg geben wollten: So gibt es die Befürchtung, dass die vor einem Jahr aufgestellte Notrufsäule den Landeplatz für einen möglichen Einsatz des Rettungshubschraubers einschränken könnte. Vor allem machen sich die Wernsdorfer Sorgen um den Ansturm der zumeist mit dem Auto anreisenden Badegäste im Sommer. Die bisher genutzten Parkmöglichkeiten an der Niederlehmer Chaussee fallen durch den Bau der neuen Feuerwache direkt gegenüber der Badestelle weg, Stau und Falschparken seien vorprogrammiert. Auch für die Bewohner des nah gelegenen Seniorenheimes werden Einschränkungen beim Queren der Straße befürchtet. Wiezorek bestätigte, dass die Parkplatzsituation insbesondere während der Bautätigkeiten herausfordernd sei. Sie und ihre Kollegen vom Bauamt konnten jedoch auch teilweise Entwarnung geben: Entlang der Straße Waldeck sollen im Zuge der Bautätigkeiten neue Parkplätze entstehen. Auch sei die Verlegung der Bushaltestelle in Richtung Seniorenheim geplant, sodass ein Überqueren der mutmaßlich stark befahrenen Straße erleichtert würde.

Die Besichtigung der gegenüberliegenden Baustelle für das neue Feuerwehrgerätehaus war dann auch die letzte Station des Ortsteilspaziergangs: Nachdem aufgrund der Frostsituation die Beton- und Gründungsarbeiten im Dezember und Januar nicht ausgeführt werden konnten, soll es hier jetzt wieder zügig voran gehen. Auch die versprochene Baustellenkamera wird dann installiert.
Mit der Ankündigung einer weiteren Errungenschaft erntete die Bürgermeisterin dann noch viel Applaus: Die Planungen für einen „mobilen Bürgerservice“ stehen vor dem Abschluss. „Dann bieten wir hier in Wernsdorf eine Stadtverwaltung auf Rädern an“, erläuterte Wiezorek. Der Vorteil für die Einwohner in Wernsdorf und Ziegenhals: Sie müssen für viele ihrer Anliegen nicht mehr extra nach Königs Wusterhausen fahren.
Zum Abschluss der gemeinsamen Wanderung lud die Freiwillige Feuerwehr Wernsdorf schließlich gegen eine kleine Spende noch zu Bratwurst, Kuchen und Getränken am alten Feuerwehrhaus ein. Auch hier standen Wiezorek und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung in gemütlicher Runde weiterhin für Fragen der Bürger zur Verfügung. So endete der Ortsteilspaziergang in Wernsdorf bei schönstem Sonnenschein mit vielen Anregungen und Ideen und einem für beide Seiten informativen Austausch.





