Vom Bogenschießen zum Schulabschluss
Intuitives Bogenschießen, Feuer machen mit Feuerstahl, Menschen retten abseits der Zivilisation – das war nicht die Vorbereitung auf eine Abenteuerreise, sondern der Start an der Schule des Zweiten Bildungsweges (SZBW) für die Jahrgänge 9, 10 und 11.
Was die neuen Studierenden zusammen mit ihren Tutoren an zwei Tagen erprobten, wird aber nicht Teil ihres Schulalltags sein. Im regulären Schulunterricht wird es für die jungen Erwachsenen vor allem darum gehen, die gewünschten Schulabschlüsse zu erwerben. Als öffentliche Schule bietet die SZBW die ganze Bandbreite staatlicher Abschlüsse an, angefangen von der Berufsbildungsreife in Klasse 9 bis hin zum Abitur in Klasse 13.
Wie kommt man von Pfeil und Bogen, Feuer und Überleben in der Natur zum Schulabschluss? Dazu Dajana Ellermann, Schulsozialarbeiterin an der SZBW: „Die Idee, die Jahrgänge 9-11 mit erlebnispädagogischen Aktivitäten zu begrüßen, kam uns, weil unsere neuen Studierenden zum Teil schon eine längere Zeit aus der Schule waren. Sie beginnen jetzt am Zweiten Bildungsweg neu. Um die Angst vor der Schule zu minimieren und einen sanften Start zur ermöglichen, wollten wir Ihnen die Möglichkeit geben, ihre Schulkameraden und Tutoren erst einmal außerhalb des Unterrichts kennenzulernen.“

Zum Teambuilding trugen außerdem ein Spiel zum Pipeline-Bau und eine Stadtrallye durch Königs Wusterhausen bei. Auf die neuen Studierenden warteten unter anderem Stationen am Jagd-Schloss des Soldatenkönigs und am Mast 17 des Funkerbergs. Für einige Studierende aus dem Landkreis Dahme-Spreewald war dies eine Gelegenheit, die Nachbarschaft ihrer neuen Schule kennenzulernen. Auch die Studierenden aus dem Zweitstandort der SZBW in Lübben gewannen einen ersten Überblick über Königs Wusterhausen.
Bei den Studierenden stieß das vielfältige Programm erwartungsgemäß auf positive Resonanz. Die Aktivitäten hätten Spaß gemacht und das Kennenlernen untereinander sowie Gespräche mit den Lehrkräften erleichtert. Besonders hervorgehoben wurde auch die Begeisterung, mit denen die einzelnen Stationen betreut wurden.
Auch Dajana Ellermann zieht ein positives Fazit: „Mein Highlight war es zu sehen, dass zurückhaltende Studierende im Laufe des Tages in Kontakt kamen. Am Ende standen sie zusammen, reden miteinander, lachten, waren lockerer und entspannter. Auch ich persönlich konnte Kontakt aufnehmen und einen guten Zugang zu ihnen finden.“
Die erfreulichen Rückmeldungen aller Beteiligten führen dazu, dass die dritte Auflage der Kennenlern-Tage an der SZBW nicht die letzte gewesen sein wird. „Wir haben einen guten Weg gefunden, unsere neuen Studierenden auf den Weg zu bringen,“ so Schulleiterin Karin Müller. „Den wollen wir beibehalten.“






