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Montag, 13. April 2026

Was lange währt…

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Beteiligte beim Spatenstich für den Gehweg in Kolberg
Der erste Spatenstich für den Gehweg an der L39 in Kolberg wurde am 30. März mit großer Beteiligung der Dorfgemeinschaft und der Baubeteiligten erfolgreich gesetzt.  Foto: Christina Petersen

Nach 30 Jahren des Wartens sind die Bauarbeiten am ersten Bauabschnitt an der L39 in Kolberg in vollen Zügen. Auf rund 400 Metern soll auch ein straßenbegleitender Gehweg für mehr Sicherheit sorgen.​

Der Frühling ist da und mit ihm die Zeit der Spatenstiche für neue Projekte. So auch im Heideseer Ortsteil Kolberg am vergangenen Montag, 30. März, wo an der L39 der Startschuss für den Bau eines neuen Gehweges fiel. Zum Spaten griffen dabei der Bürgermeister der Gemeinde Heidesee, Björn Langner, Ortsvorsteher Steffen Reichelt, Oliver Baum als Geschäftsführer der ausführenden Firma B&K Verkehrs- und Wirtschaftswegebau, Herr Fibranz vom Landesbetrieb Straßenwesen sowie Rebecca Lies vom Vorstand des Heimatvereins Kolberg, im Beisein der Bundestagsabgeordneten Dr. Andrea Lübcke (Bündnis 90/Die Grünen). Der Gehweg soll den Kolbergern auf rund 400 Metern den sicheren Weg entlang der Straße garantieren. „Ganze siebenmal war der Gehweg im Haushalt eingeplant und jedes Mal mussten wir das Projekt verschieben“, erklärte Bürgermeister Langner, der trotz aller Widrigkeiten sehr stolz ist auf die Kolberger Dorfgemeinschaft.​

Diese hatte nämlich einen langen Atem bewiesen, denn tatsächlich warten die Kolberger seit fast 30 Jahren auf den Baustart. Der Ausbau der L39 war wegen ihres desolaten Zustands lange überfällig, wurde aber immer wieder verschoben, bevor es dann im Sommer vergangenen Jahr nun doch endlich so weit war. Denn dass der Ausbau an der Landesstraße starten konnte, war nicht zuletzt dem jahrelangen Einsatz vieler engagierter Bürger zu verdanken. Seit 2020 machte sich auch die Einwohnerin Rebecca Lies dafür stark. „2019 sind wir nach Kolberg gezogen, und 2020 fiel das erste Mal das Bügelbrett von der Wand“, berichtet sie über die Auswirkungen der schlechten Straßenverhältnisse auf die umliegenden Häuser. In den vergangenen Jahren initiierte die Anwohnerin Demos und zog sogar vor den Landtag, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Offensichtlich mit Erfolg: Aktuell wird die L39/Kolberger Dorfstraße im ersten Abschnitt zwischen Platz der Einheit und Ortsausgang Prieros unter Vollsperrung ausgebaut. „Steter Tropfen höhlt den Stein“, ist Lies überzeugt, die an die Werkzeuge der Demokratie glaube. 

Der unsanierte Teil der L39 in Kolberg ist in einem desolaten Zustand. Foto: Mike Kess

„Selbst wenn es jetzt endlich einen Spatenstich für den neuen Gehweg gibt, darf nicht übersehen werden, wie lange die Menschen hier warten mussten. Wenn ein Infrastrukturprojekt über Jahrzehnte dauert, ist offensichtlich etwas aus dem Ruder gelaufen“, sieht auch Andrea Lübcke ein. „Das zeigt sehr deutlich, vor welchen Herausforderungen wir im ländlichen Raum stehen. Umso wichtiger ist es, Planungs- und Genehmigungsverfahren künftig schneller, verlässlicher und transparenter zu gestalten.“

Die Bauarbeiten am ersten Abschnitt sollen bis Sommer beendet sein und kosten insgesamt 1,6 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde Heidesee beträgt für beide Bauabschnitte rund 432.000 Euro. Ab Sommer sollten dann die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt zwischen dem Platz der Einheit, ab Gaststätte in Richtung Blossin angeschlossen werden. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen mitteilt, gibt es jedoch Verzögerungen im Genehmigungsverfahren, sodass mit dem Baubeginn ab Frühjahr 2027 zu rechnen ist. Bauvorbereitende Maßnahmen sollen jedoch bereits im letzten Quartal dieses Jahres beginnen.

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