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Mittwoch, 7. Oktober 2026

Wegen Newcastle-Krankheit: Schutzzone um Bestensee und Zeesen

Bestensee, Dahme-Spreewald, Königs Wusterhausen
unter einem Tempo-80-Schild an einer Straße ist provisorisch der Hinweis "Newcastle-Krankheit Schutzzone“ befestigt worden
Wer in die Schutz-, beziehungsweise in die Überwachungszone gelangt, wird anhand von Aushängen an den Straßenschildern darauf hingewiesen, wie hier an der B 179 zwischen Zeesen und Bestensee. Foto: Christina Petersen

Nach dem Ausbruch der Newcastle-Krankheit am 4. März 2026 mussten bereits Hunderttausende Hühner in Bestensee gekeult werden.

Nachdem das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Dahme-Spreewald am 4. März in einer gewerblichen Geflügelhaltungsanlage in Bestensee den Ausbruch der Newcastle-Krankheit festgestellt hatte, mussten die betroffenen rund 870.000 Tiere getötet werden. Daraufhin wurde zunächst eine drei Kilometer breite Schutzzone um den Ausbruchsbestand angeordnet. Da die Krankheit jedoch einen Tag später bei fünf toten Hühnern einer Kleinsttierhaltung im KWer Ortsteil Zeesen nachgewiesen wurde, wurde die Schutz- und Überwachungszone, in denen erhöhte Hygiene- und Kontrollmaßnahmen gelten, erweitert.

Die Überwachungszone reicht im Norden fast bis Waltersdorf. Im Westen sind auch Teile des Nachbarlandkreises Teltow Fläming betroffen. Bild: Landkreis Dahme-Spreewald

Die Sperrzone umfasst derzeit (Stand 11. März) die Gemeinde Bestensee mit dem Ortsteil Pätz, die Stadt Mittenwalde mit den Ortsteilen Gallun, Motzen und Schenkendorf, die Stadt Königs Wusterhausen mit den Ortsteilen Zeesen und Senzig sowie die Gemeinde Heidesee mit dem Ortsteil Gräbendorf. Des Weiteren wurde rund um Zeesen und Bestensee eine zehn Kilometer breite Überwachungszone eingerichtet. Das bedeutet strikte Stallpflicht in der Schutz- und Überwachungszone, Verbringungsverbot von gehaltenen Vögeln, Fleisch, Eier und Bruteier. Die Durchführung von Geflügelmessen, -märkten, Tierschauen ist untersagt.​

Eine Gefahr für Menschen besteht nicht

Die Newcastle-Krankheit wird durch das Newcastle Disease Virus verursacht und kann je nach Virusstamm bei erkrankten Tiere schwere Krankheitsverläufe mit Atemnot, Durchfall, Leistungsabfall sowie erhöhte Sterblichkeit verursachen. Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren kann es aber zu Bindehautentzündungen kommen.

Hinsichtlich möglicher Unsicherheiten zum Umgang mit gekauften Eiern stellt das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz klar, dass es zum Ausbruchsbetrieb in Bestensee diesbezüglich keine behördlichen Anordnungen getroffen hat. Der Betrieb hat mit Bekanntwerden der zurückfallenden Legeleistung unverzüglich reagiert und alle Eier gesperrt. Soweit im Vorfeld aus diesem Betrieb Eierlieferungen in den Handel gegangen sind, wurde im Rahmen einer stichprobenartigen Rückverfolgung festgestellt, dass diese bereits verkauft waren, sich also bereits beim Verbraucher befanden oder schon verbraucht sind. Wichary ergänzt: „Eine Gefahr für Verbraucherinnen und Verbraucher ist nicht zu besorgen. Das Risiko, dass Eier oder Eierschalen aus Bestensee Spuren von Krankheitserregern tragen und anderes Geflügel angesteckt wird, kann nicht ganz ausgeschlossen werden. Wer noch Eier im Kühlschrank hat und sicher gehen will, kocht die Eier mit Schale ab (zwei bis drei Minuten bei mindestens 70 °C genügen). Unabhängig davon wird die Entsorgung von Eierschalen nur über den Restmüll empfohlen. Der Kompost oder die Biomülltonne sollten also bitte nicht genutzt werden.“

Bei Auftreten von Symptomen ist sofort das Veterinäramt des Landkreises Dahme-Spreewald unter 03546 201613 oder per E-Mail an veterinaeramt@dahme-spreewald.de zu informieren.

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