Weitere AFB-Fälle in Dahme-Spreewald bestätigt
Da sich die Bienenseuche ausgebreitet hat, erweitert der Landkreis den Sperrbezirk.
Nach dem Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut (AFB) bei Bienen am 13. Juli in der Nähe von Mittenwalde wurden weitere Fälle amtlich bestätigt. In den beiden Sperrbezirken sind sieben Bienenstandorte mit 40 Völkern betroffen.
Die Veterinärbehörde hat die Maßnahmen ausgeweitet und neben den Sperrbezirken ein Untersuchungsgebiet verfügt, welches Mittenwalde, Ragow, Telz, Motzen, Königs Wusterhausen, Zeesen und Bestensee betrifft. Betroffen sind 109 bei der Behörde registrierte Bienenstandorte mit 410 Völkern. Alle Bienenhalter sind nun angehalten, bis zum 30. August von ihren Völkern sowie den gebildeten Ablegern Proben zu entnehmen und zur Untersuchung abzugeben.
Der Landkreis fordert alle Imker auf, ihre Völker nicht in die Sperrbereiche bei Gallun und Schenkendorf zu bringen. Des Weiteren sind regelmäßige Brutkontrollen durchzuführen und klinische Auffälligkeiten umgehend an das Veterinäramt unter veterinaeramt@dahme-spreewald.de oder 03546 201613 zu melden. Die Veterinärbehörde appelliert weiter an alle Imker, nur Völker oder Ableger mit vorheriger Laboruntersuchung und einem amtlichen Gesundheitsattest zu kaufen oder zu verkaufen. „Die Ausweitung der Maßnahmen für die Ermittlung der tatsächlichen Seuchenlage ist notwendig geworden, da es sich in einem Fall um ein besonders massives Geschehen mit zahlreichen vermutlich an der Faulbrut verendeten Völkern handelt. […] Der Gesunderhaltung der Biene als bedeutsames Nutztier und der uneingeschränkten Imkerei soll so Rechnung getragen werden“, so Verbraucherschutz-Dezernent Carsten Brumme.
Hintergrund „Amerikanische Faulbrut“
Die AFB ist für den Menschen ungefährlich − auch der Honig oder andere Bienenprodukte können dabei bedenkenlos verzehrt werden. Bei der AFB handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ausschließlich die Larven von Bienenvölkern und damit die Bienenbrut befällt. Erwachsene Bienen können nicht an der Faulbrut erkranken, verbreiten sie aber über ihr Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter und führen so die Infektionskette fort, wodurch es zum Massensterben von Bienenvölkern kommen kann. Ausgelöst wird die Krankheit durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae, wobei die Sporen durch Körperkontakt und Futteraustausch im Bienenvolk verteilt werden. Räuberei unterstützt die Weiterverbreitung von Volk zu Volk und in andere Bienenstände.






