Weltkriegsbombe in Potsdam entdeckt: Entschärfung am 16. Juni geplant
Potsdam. Auf einer Baustelle an der Leipziger Straße in Potsdam wurde eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Blindgänger US-amerikanischer Bauart soll am Dienstag, 16. Juni, durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg entschärft werden.
Für die Maßnahme wird ein Sperrkreis mit einem Radius von rund 700 Metern eingerichtet. Etwa 6.500 Anwohner müssen das Gebiet bis 8.30 Uhr verlassen. Betroffen sind neben Wohngebieten auch zahlreiche öffentliche Einrichtungen, darunter der Landtag, die Staatskanzlei, mehrere Ministerien, der Potsdamer Hauptbahnhof sowie Museen, Hotels, Pflegeeinrichtungen und Schulen.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel appelliert an die Bevölkerung, den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen und hilfsbedürftige Nachbarn zu unterstützen. Die Erfahrungen vergangener Einsätze hätten gezeigt, dass solche Maßnahmen durch gemeinsames Handeln sicher und zügig umgesetzt werden können.
Für Betroffene steht ab 8.00 Uhr die Sporthalle am Humboldtring als Aufenthaltsort zur Verfügung. Wer einen Rollstuhl- oder Liegendtransport benötigt, kann sich vorab bei der Potsdamer Feuerwehr melden.
Massive Auswirkungen auf Verkehr und ÖPNV
Die Entschärfung führt zu erheblichen Einschränkungen im Straßen-, Bus-, Bahn- und S-Bahn-Verkehr. Der Potsdamer Hauptbahnhof wird ab 8.30 Uhr vollständig gesperrt. Mehrere Straßenbahn- und Buslinien können den Sperrbereich nicht mehr bedienen, auch Regional- und S-Bahn-Verbindungen sind betroffen.
Die Stadt empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren. Aktuelle Informationen zum Sperrkreis und zur Entschärfung stellt die Stadt Potsdam online bereit.
Mehr als 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundespolizei und Stadtverwaltung werden die Evakuierung und Absicherung des Sperrgebiets begleiten. Die gefundene Bombe ist der 220. Weltkriegssprengkörper, der seit 1990 in Potsdam entdeckt wurde.





