Wiedersehen mit Wolfgang Wegener: Seine Kunst am Alten Markt in Potsdam
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Tod des Malers und Grafikers Wolfgang Wegener ist seine Kunst wieder am Alten Markt zu sehen. Noch bis zum 15. September präsentiert seine Familie ausgewählte Werke im Ausstellungsraum der St. Nikolaikirche. Die Schau zeigt die Vielfalt seines Schaffens und den persönlichen Umgang der Familie mit seinem künstlerischen Nachlass.
Wolfgang Wegener wurde 1933 in Teterow geboren. Nach seinem Studium in Leipzig und Dresden ließ er sich zunächst in Kleinmachnow nieder und zog 1971 mit seiner Familie nach Potsdam-Nedlitz. Am Sacrow-Paretzer Kanal fand er zahlreiche Motive für seine Arbeiten. Ab den 1980er-Jahren arbeitete er in einem eigenen Atelier.
Wegener ließ sich vor allem von seiner unmittelbaren Umgebung, dem Havelland und seinen Studienreisen inspirieren. Seine Werke fanden bereits zu Lebzeiten ein breites Publikum. Nach seinem Tod 2002 kümmerte sich seine Ehefrau Waltraud bis zu ihrem Tod 2020 um den Nachlass. Heute liegt die Verantwortung bei den Kindern Reinhard und Caroline Wegener, die gemeinsam die aktuelle Ausstellung vorbereitet haben.
Zu sehen sind Gemälde aus dem Familienbesitz, ergänzt durch zwei Leihgaben des Potsdam Museums sowie Skizzenbücher. Ein besonderes Exponat ist eine Skizze der Maueröffnung an der Sacrower Kirche, die Wegener am Heiligen Abend 1989 anfertigte und später als Vorlage für ein Gemälde diente.
Die Ausstellung verdeutlicht Wegeners besondere Sicht auf Potsdam und das Havelland. Neben Landschaften widmete er sich zunehmend unspektakulären Motiven wie Wiesen, Sonnenblumen, Gräsern oder dem Licht eines Morgens. So entstand eine eigenständige Farb- und Formenwelt, die bis heute ihren Reiz bewahrt.
Die Ausstellung in der St. Nikolaikirche am Alten Markt ist bis 15. September täglich von 9.30 bis 19.00 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.






