Zeitgenössische Kunst trifft auf Friedhofskultur: dimension14 zeigt „.con.ti.nu.um.“ in Stahnsdorf
Der Südwestkirchhof Stahnsdorf wird Ende August erneut zum Schauplatz zeitgenössischer Kunst. Die Künstlergruppe dimension14 präsentiert dort vom 29. August bis 13. September ihr inzwischen 26. temporäres Kunstprojekt. Unter dem Titel „.con.ti.nu.um.“ setzen sich neun Künstlerinnen und Künstler der Gruppe sowie zwei Gastkünstlerinnen mit dem besonderen Ort und seinen historischen, räumlichen und atmosphärischen Gegebenheiten auseinander. „Bereits jetzt können Interessierte den Künstlern über die Schulter schauen“, verrät Friedhofsleiter Olaf Ihlefeldt.
Seit 1999 bringt dimension14 zeitgenössische Kunst an besondere Orte in der Region. Die Künstlerinnen und Künstler entwickeln ihre Arbeiten unmittelbar vor Ort und reagieren auf dessen Geschichte und Besonderheiten. Für die diesjährige Ausstellung bietet der Südwestkirchhof mit seinen historischen Grabanlagen, Mausoleen, der Kapelle und seinem außergewöhnlichen Baumbestand eine besondere Kulisse.
Im Mittelpunkt steht die Idee des fließenden Übergangs. „.con.ti.nu.um.“ beschreibt Zustände, in denen Zeit, Raum und Bewusstsein ineinander übergehen – ohne klare Grenzen oder Unterbrechungen. Leben und Sein werden als kontinuierlicher Prozess verstanden. Die beteiligten Kunstschaffenden nähern sich diesem Thema auf ganz unterschiedliche Weise und entwickeln individuelle Arbeiten, die mit den vorhandenen Strukturen des Friedhofs in Beziehung treten.
Zu sehen sind die Werke an ausgewählten Stellen des weitläufigen Geländes, darunter in aufgelassenen Mausoleen und Grabanlagen, an der Kapelle und an weiteren markanten Orten. So entsteht eine Ausstellung, die Kunst und Umgebung unmittelbar miteinander verbindet.
Beteiligt sind Anke Fountis, Sue Hayward, Beate Lein-Kunz, Susanne Ruoff, Salah Saouli, Katrin Schmidbauer, Frauke Schmidt-Theilig, Grit Schuster und Hartmut Sy. Als Gastkünstlerinnen wirken Ka Bomhardt und Tatjana Schülke mit.
Der Südwestkirchhof Stahnsdorf zählt zu den größten Begräbnisstätten Europas. Neben seiner ursprünglichen Funktion ist er heute auch ein bedeutender kulturhistorischer Ort und zieht mit seiner Architektur, den Prominentengräbern und dem eindrucksvollen Baumbestand zahlreiche Besucher an. Mit „.con.ti.nu.um.“ eröffnet dimension14 einen weiteren Blick auf diesen besonderen Ort und verbindet Vergangenheit, Gegenwart und künstlerische Auseinandersetzung.
dimension14 wurde im Jahr 2000 von Künstlerinnen und Künstlern aus Stahnsdorf, Kleinmachnow und Teltow gegründet und besteht heute aus neun festen Mitgliedern aus Brandenburg und Berlin. Für themenbezogene Projekte werden regelmäßig internationale Gastkünstlerinnen und -künstler eingeladen.
Unterstützt wird das Kunst-Projekt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark, der Stadt Teltow sowie den Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf.






