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Dienstag, 9. Juni 2026

Beelitzer Spargelkultur: Vom Feld auf den Teller​

Beelitz
Jürgen Jakobs, Geschäftsführer der Jakobs – Spargelhof GbR in Beelitz.
Jürgen Jakobs während eines Kontrollrundgangs auf dem Feld.  Foto: Jakobs-Höfe

Wenn im Frühjahr die ersten weißen Spitzen vorsichtig durch die sandigen Böden rund um Beelitz brechen, beginnt in Brandenburg eine der wichtigsten landwirtschaftlichen Saisons des Jahres: die Spargelernte. Kaum ein anderes Produkt steht so sehr für Regionalität, Handarbeit und Frische wie das „königliche Gemüse“. Mitten in diesem traditionsreichen Anbaugebiet gehören die Spargelhöfe Jakobs in Beelitz und Schäpe zu den prägenden Betrieben der Region. Geführt wird das Familienunternehmen von Jürgen und Josef Jakobs, die die Jakobs-Höfe über viele Jahre hinweg zu einem der größten Spargelproduzenten Brandenburgs entwickelt hat. Perspektivisch steht bereits die nächste Generation in den Startlöchern: Joelina Jakobs wird zunehmend Verantwortung übernehmen.​

Brandenburg zählt zu den wichtigsten Spargelanbaugebieten Deutschlands. Auf rund 3.500 Hektar wird hier Spargel angebaut. Die Spargelhöfe Jakobs bewirtschaften davon etwa 1.200 Hektar. Die Zahlen verdeutlichen die Dimension: Während in ganz Brandenburg jährlich rund 17,5 Millionen Kilogramm Spargel geerntet werden, stammen etwa 1,5 Millionen Kilogramm von den Jakobs-Höfen. 

Der Weg vom Feld auf den Teller ist arbeitsintensiv. Gerade in der Hauptsaison sind auf den Jakobs-Höfen neben den zirka 50 Festangestellten rund 450 Saisonkräfte im Einsatz. Die Spargelernte selbst erfolgt überwiegend in Handarbeit. Mit geschultem Blick und viel Erfahrung wird jeder Spargel einzeln gestochen. Nach der Ernte gelangt der Spargel in die Produktionshalle, wo er gewaschen, auf Länge geschnitten, nach Qualität sortiert und für den Weitertransport vorbereitet wird. Anschließend geht es ohne Umwege weiter – etwa in die Gastronomie oder in die hofeigenen Läden. Vom Stechen bis zum Verkauf vergehen dabei oft weniger als 24 Stunden. 

Die Spargelhöfe Jakobs stehen exemplarisch für die Verbindung aus Tradition und Moderne in der Landwirtschaft. Mit Blick auf die kommenden Jahre zeigt sich Jürgen Jakobs optimistisch: Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Die Spargelanbauflächen werden kontinuierlich verjüngt, zudem wurde eine neue Produktionshalle in Betrieb genommen, die moderne Abläufe und eine effiziente Verarbeitung ermöglicht. Gleichzeitig wächst mit Joelina Jakobs die nächste Generation Schritt für Schritt in die Verantwortung hinein.

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