DYSTOPIA – Wolfgang Petrick & Friends: Hommage in Schloss Sacrow
Vom 5. Juli bis 13. September zeigt Ars Sacrow e.V. im Rahmen der Reihe „Museum für einen Sommer“ die Ausstellung „DYSTOPIA – Wolfgang Petrick & Friends“. Mit rund 200 Werken würdigt die Schau erstmals umfassend das Lebenswerk des Berliner Malers, Installations- und Multimedia-Künstlers Wolfgang Petrick (1939–2025) und bringt es mit Arbeiten seiner ehemaligen Studierenden, Weggefährten und Künstlerfreunde in einen spannenden Dialog.
Petricks Werk ist geprägt von seinen Kriegserfahrungen und den Eindrücken seiner Jugend im geteilten Berlin. Themen wie Gewalt, gesellschaftlicher Zerfall und die Verletzlichkeit von Mensch und Natur durchziehen sein gesamtes Schaffen. Seine Gemälde, Skulpturen und Installationen zeigen dystopische Visionen einer aus den Fugen geratenen Welt, bevölkert von Mensch-Tier-Maschinen-Wesen und hybriden Cyborg-Figuren. Angesichts aktueller globaler Krisen wirken viele seiner Arbeiten heute erstaunlich aktuell.
Als Mitbegründer der Berliner Produzentengalerie Großgörschen 35, Wortführer der Kritischen Realisten und Teilnehmer der documenta 6 gehörte Petrick zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst. Über drei Jahrzehnte unterrichtete er als Professor an der Hochschule der Künste Berlin (heute UdK) und beeinflusste zahlreiche Künstlergenerationen.
Die Ausstellung in Schloss Sacrow präsentiert Werke aus allen Schaffensphasen Petricks. Ergänzt wird die Hommage durch Arbeiten seiner Frau HELMA (1940–2025) sowie von Tatjana Bergius, Boris Eldagsen, Ewa Finn, Samira Freitag, Berit Myrebøe, Matthias Reichelt, Dennis Rudolph, Heike Ruschmeyer, Jan Sobottka, Iva Vacheva und René Wirths.
Ein besonderes Highlight sind KI-animierte Videoclips des Fotografen Boris Eldagsen, die ausgewählte Gemälde Petricks erstmals in Bewegung versetzen.
Begleitend finden ab dem 19. Juli sonntägliche Kuratorenführungen mit Michael M. Thoss statt. Die Veranstaltungsreihe „Sacrower Begegnungen“ widmet sich zudem Petricks Wirken als Künstler, Lehrer und Mentor.
Die Eröffnung findet am 4. Juli ab 15.00 Uhr statt.





