Gedenken mit Panzern: Erinnerung an die Kesselschlacht bei Halbe
In Baruth befindet sich eine der größten sowjetischen Kriegsgräberstätten im Land. Dort sind rund 1.300 sowjetische Soldaten begraben, bei der Schlacht im April 1945 starben.
Die Kesselschlacht bei Halbe, die vom 24. bis 28. April 1945 stattfand, war eine der blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges. Dort starben rund 30.000 deutsche Soldaten, dazu geschätzte 10.000 deutsche Zivilisten sowie viele sowjetische Zwangsarbeiter. Die Verluste der Roten Armee betrugen rund 20.000 Tote. Während die deutschen Toten überwiegend auf dem Waldfriedhof Halbe beigesetzt wurden, sind die sowjetischen Toten zum großen Teil auf dem heutigen Ehrenfriedhof an der B96 bei Baruth/Mark bestattet worden. Die imposante Anlage, die von zwei T-34-Panzern gesäumt ist, erinnert an die unter Marschall Konew gefallenen Soldaten der 3. und 4. Panzerarmee der 1. Ukrainischen Front der Roten Armee und gilt als eine der größten und bedeutendsten sowjetischen Kriegsgräberstätten in Brandenburg. Auf ihr sind 1208 sowjetische Soldaten begraben. 1991 kamen 91 Soldaten hinzu, die zuvor auf einem Provisorium in Ragow beerdigt waren.
Der Ehrenfriedhof geht auf einen Entwurf des Ingenieur-Leutnants Viktorow zurück, der in den Jahren 1946 und 1947 die Anlage errichten ließ. Nach der Wende wurde das Bauwerk, das im Laufe der Jahrzehnte stark sanierungsbedürftig geworden war, wieder instandgesetzt. Die Restauratoren legten besonderen Wert darauf, die Gesichter der Soldaten auf den Reliefs behutsam wiederherzustellen. Die Panzer waren ebenfalls in einem schlechten Zustand und wiesen großflächige Roststellen und Farbablösungen auf. Die Bundeswehr sandstrahlte sie und brachte eine originalgetreue Beschichtung der Farbe auf. Die Außenhülle der Halle sowie der 20 Meter hohe Obelisk im Zentrum der Anlage wurden in den Jahren 2005 und 2006 saniert. Die Sockel der Panzer wurden von Oktober 2006 bis ins Jahr 2007 hinein ebenfalls erneuert.






