Kurze Wege, abgestimmte Therapien: Neues Kinder-OP-Zentrum in Potsdam
Mit der Gründung eines Zentrums für operative Kinder- und Jugendmedizin stärkt das Klinikum Ernst von Bergmann (EvB) in Potsdam die medizinische Versorgung junger Patienten. Das neue Zentrum vereint die Kompetenzen zahlreicher Fachdisziplinen und ermöglicht damit eine umfassende operative Behandlung von Kindern und Jugendlichen aus einer Hand.
Die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen stellt besondere Anforderungen an Ärzte. Neben hoher fachlicher Expertise sind Erfahrung, Einfühlungsvermögen und eine enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Bereiche gefragt. Genau hier setzt das neu gegründete Zentrum an: Spezialistinnen und Spezialisten aus der Kinder- und Jugendchirurgie arbeiten künftig noch enger mit Kolleginnen und Kollegen aus der Augenheilkunde, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Handchirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Traumatologie, Urologie, Anästhesie und Radiologie zusammen.
„Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen erfordert spezifisches Fachwissen, viel Erfahrung und eine enge Abstimmung zwischen den verschiedenen medizinischen Disziplinen. Mit unserem Zentrum für operative Kinder- und Jugendmedizin schaffen wir die Voraussetzungen, um jungen Patientinnen und Patienten eine bestmögliche operative Versorgung aus einer Hand anzubieten“, erklärt Dr. Petra Degenhardt, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie am Klinikum EvB.
Viele Fachbereiche, ein gemeinsames Ziel
Ziel des Zentrums ist es, Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen eine möglichst schonende und zugleich hochwertige Behandlung zu ermöglichen. Operative Eingriffe und notwendige Narkosen werden – sofern medizinisch sinnvoll – gebündelt, um die Belastung für die jungen Patienten zu reduzieren.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die kinderradiologische Abteilung des Klinikums, die moderne und speziell auf Kinder abgestimmte bildgebende Diagnostik anbietet. Ergänzt wird das Angebot durch eine spezialisierte Kinderanästhesie, die rund um die Uhr sichere und schonende Narkoseverfahren sowie ein zuverlässiges Schmerzmanagement gewährleistet.
Die stationäre Betreuung erfolgt auf einer kinder- und familiengerecht ausgestatteten Kinderstation. Dort kümmern sich Kinder- und Jugendmedizinerinnen und -mediziner, Pflegekräfte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter gemeinsam um die jungen Patienten. Nach größeren Eingriffen steht die Kinder-Intensivstation des Klinikums zur Verfügung – die einzige ihrer Art im Land Brandenburg.
Individuelle Versorgung von der Geburt bis ins junge Erwachsenenalter
Das Zentrum deckt nahezu das gesamte Spektrum der operativen Neugeborenen-, Kinder- und Jugendmedizin ab. Durch die enge Vernetzung der beteiligten Fachbereiche können Diagnostik, Therapie und Nachsorge individuell auf die Bedürfnisse der jungen Patienten abgestimmt werden. „Unser Anspruch ist es, Familien nicht nur medizinisch auf höchstem Niveau zu begleiten, sondern auch Sicherheit und Orientierung zu geben. Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Fachbereiche ermöglicht kurze Wege, abgestimmte Therapiekonzepte und eine Betreuung, welche die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Angehörigen in den Mittelpunkt stellt“, betont Prof. Dr. Markus Jungehülsing, Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.
Darüber hinaus legt das Zentrum besonderen Wert auf den Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin. Spezielle Transitionssprechstunden sollen sicherstellen, dass Jugendliche auch nach Erreichen des Erwachsenenalters kontinuierlich medizinisch begleitet werden.
„Wir kümmern uns mit ganzem Herzen um alle Kinder, die eine Operation benötigen – interdisziplinär, aus einer Hand“, fasst Dr. Christian Unzicker, Geschäftsführer Klinische Versorgung und Sanierung am Klinikum Ernst von Bergmann, das Konzept des neuen Zentrums zusammen.






