Landkreis erteilt Baugenehmigung für Erweiterungsbau der Kliniken Beelitz
Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau der Kliniken Beelitz GmbH am Standort Beelitz-Heilstätten, Straße nach Fichtenwalde 16, erteilt.
Für den Landrat Marko Köhler ist die Baugenehmigung für das Großprojekt ein Meilenstein auf dem weiteren Weg zum „Gesundheitsstandort Potsdam-Mittelmark“. Landrat Marko Köhler: „Das Ergebnis ist eine Genehmigung, die sowohl die medizinische Versorgung der Region stärkt als auch die berechtigten Interessen der Anwohnerschaft berücksichtigt.“
Mit dem geplanten Erweiterungsbau der Kliniken Beelitz wird einer der bedeutendsten neurologischen Klinikstandorte Deutschlands weiterentwickelt. Die Kliniken Beelitz versorgen jährlich mehrere tausend Patienten – vielfach mit hochkomplexen und intensivpflichtigen neurologischen Erkrankungen – und verfügen über mehr als 350 Betten. Der Standort nimmt eine herausgehobene Rolle in der Gesundheitsversorgung des Landes Brandenburg und der Metropolregion Berlin-Brandenburg ein. Das Klinikum ist unter anderem: das landesweit einzige staatlich ausgewiesene Parkinsonzentrum und eines der größten Fachkrankenhäuser für neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation in Deutschland mit spezialisierten Angeboten für Beatmungsentwöhnung und komplexe Intensivversorgung.
Der Erweiterungsbau in Beelitz-Heilstätten ist erforderlich, da die bisherigen Klinikgebäude – insbesondere im denkmalgeschützten Bestand – den heutigen Anforderungen an moderne medizinische Versorgung, technische Infrastruktur und effiziente Abläufe nicht mehr gerecht werden können.
Durch den Neubau am Standort „Straße nach Fichtenwalde“ gegenüber der künftigen Landkreisverwaltung sollen alle klinischen Bereiche gebündelt werden. Ziel ist es, medizinische Abläufe zu verbessern, Ressourcen effizienter einzusetzen, die Versorgung nachhaltig zu sichern und über 1.000 Arbeitsplätze langfristig zu erhalten, heißt es von den Klinikgeschäftsführern Enrico Ukrow und Georg Abel.
Die Kliniken Beelitz sind einer der größten privaten Arbeitgeber der Region und ein zentraler wirtschaftlicher Faktor. Neben rund 1.000 Beschäftigten bildet der Standort mit etwa 600 Auszubildenden einen wichtigen Schwerpunkt für die Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen.
Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurden zahlreiche Hinweise und Einwendungen aus der Bürgerschaft geprüft. Diese bezogen sich insbesondere auf Baustellenverkehr, Gebäudehöhe und Stellplatzsituation. Der Landkreis stellt hierzu klar: Die Baustellenlogistik ist nicht Gegenstand der Baugenehmigung, unterliegt jedoch strengen Auflagen zum Schutz der Anwohner. Die Gebäudehöhe und -größe sind funktional begründet und für einen modernen Klinikbetrieb erforderlich. Die Stellplätze wurden auf Basis fachlicher Richtwerte und unter Berücksichtigung nachhaltiger Mobilitätskonzepte als ausreichend bewertet. Schriftliche Einwände werden beantwortet. „Wir haben dieses Vorhaben sorgfältig geprüft“, erklärt Dezernent Gernot von Arend.
Die Baugenehmigung erfolgt zunächst noch ohne Baufreigabe. Diese wird in Abstimmung mit der Klinikleitung, die Antragstellerin ist, nach Vorlage und Prüfung der noch ausstehenden Standsicherheits- und Schallschutznachweise erteilt.




