Mehr Spargel geht nicht: Wie auf dem Spargelhof in Klaistow Spezialitäten gefertigt werden
Der Spargel ist das Herzstück des Spargelhof Klaistow – doch auf dem Hof von Familie Winkelmann hat das königliche Gemüse längst noch ganz andere Formen angenommen. Neben dem klassischen Frischspargel finden die zahlreichen Besucher hier ungewöhnliche Spezialitäten wie Spargeleis, Spargelbier, Spargelbratwurst, Spargelbrot, Spargelbutter oder Spargellikör.
Was heute viele Gäste neugierig macht, begann vor Jahren mit einer einfachen Frage: Was tun mit den Spargelenden und Abschnitten, die bei der Verarbeitung übrig bleiben? „Viel zu schade zum Wegwerfen“, hieß es damals auf dem Hof. Gemeinsam mit dem Institut für Ernährung in Rehbrücke wurde deshalb nach Möglichkeiten gesucht, die wertvollen Spargelreste weiterzuverarbeiten. Daraus entstand nach und nach eine ganze Produktpalette rund um das beliebte Frühlingsgemüse. Das erste veredelte Produkt waren Spargelgeist und Spargellikör – inzwischen gibt es zahlreiche weitere Kreationen.
Der Spargelhof Winkelmann gehört zu den größten Anbaubetrieben der Region. Auf rund 800 Hektar wächst der Spargel, in einer guten Saison werden mehr als 4.000 Tonnen geerntet. Dafür sorgen etwa 1.200 Erntehelfer und Saisonkräfte sowie rund 200 ganzjährig beschäftigte Mitarbeiter.
Besonders außergewöhnlich ist das Spargeleis. Hergestellt wird es direkt auf dem Hof in der kleinen Eismanufaktur, der „Eisscheune“. Dort entsteht das Eis in Handarbeit – „handgemacht, landgemacht“, wie es auf dem Hof heißt. Für die Herstellung werden Milch, Sahne und Spargelbruch zunächst aufgekocht und pasteurisiert. Anschließend wird die Masse püriert, durch ein Sieb passiert und mit weiteren Zutaten in der Eismaschine verarbeitet. Künstliche Aroma- oder Konservierungsstoffe kommen dabei nicht zum Einsatz. Das Ergebnis ist ein außergewöhnliches Eis mit intensivem Spargelgeschmack – und für viele Spargel-Fans längst ein fester Bestandteil der Saison. Eindeutig Geschmackssache!
So zeigt der Spargelhof Klaistow, dass sich Tradition und Kreativität keineswegs ausschließen. Aus vermeintlichen Nebenprodukten entstand eine Vielzahl von Kreationen, die inzwischen weit über das Land Brandenburg hinaus für Aufmerksamkeit sorgen.





