Potsdam beschließt höhere Wasser- und Abwassergebühren
Mit deutlicher Mehrheit hat die Stadtverordnetenversammlung die neuen Gebührensatzungen für die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für die Jahre 2026 und 2027 verabschiedet.
Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt, betont, dass die Anpassung der Gebühren notwendig sei, um die Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Gleichzeitig habe man großen Wert darauf gelegt, die Berechnungen nachvollziehbar darzustellen und die finanzielle Belastung für die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Basis der Entscheidung ist eine überarbeitete Gebührenkalkulation, die unter Beteiligung eines externen Prüfungsunternehmens erstellt wurde.
Im Vergleich zum Jahr 2025 erhöhen sich die Gebühren für Trinkwasser und Abwasser um etwa 25 Prozent, bleiben jedoch unter früheren Erwartungen. Rückwirkend zum 1. Januar 2026 liegt der Preis für Trinkwasser bei 2,76 Euro pro Kubikmeter, für Abwasser bei 5,60 Euro pro Kubikmeter. Zudem werden die Grundgebühren erstmals seit vielen Jahren angepasst. Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt bedeutet dies zusätzliche Kosten von rund 190 Euro jährlich.
Die Preissteigerungen sind vor allem auf höhere Ausgaben für Energie, Personal sowie Bau- und Materialkosten zurückzuführen, während der Wasserverbrauch weitgehend konstant bleibt.
Die neuen Gebühren treten nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt rückwirkend zum Jahresbeginn in Kraft. Ab Mitte Mai erhalten Grundstückseigentümer entsprechende Schreiben mit den neu berechneten Abschlagszahlungen.





