Potsdam: Weniger Kinder, weniger Krippen- und Kitaplätze
Die Arbeitsgruppe zur Integrierten Kita- und Schulentwicklungsplanung hat erste Ergebnisse der aktuellen Kitabedarfsplanung vorgestellt. Grundlage ist die Bevölkerungsprognose der Landeshauptstadt für den Zeitraum 2025 bis 2040.
Demnach führen sinkende Geburtenzahlen in den kommenden Jahren zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Betreuungsplätzen. Besonders im Krippenbereich wird kurzfristig ein Tiefpunkt erwartet, der sich voraussichtlich erst um das Jahr 2031 wieder dem bisherigen Niveau annähert. Im Kindergartenbereich tritt diese Entwicklung zeitlich verzögert ein, mit einem prognostizierten Tiefpunkt um 2029. Anschließend wird wieder mit steigenden Bedarfen gerechnet.
Trotz der aktuell insgesamt stabilen Versorgungssituation mit rund 9.200 Kindern im betreuungsrelevanten Alter wird daher eine Anpassung der Kapazitäten erforderlich. Nach derzeitigen Einschätzungen könnten langfristig bis zu 900 Plätze entfallen, vorübergehend sogar bis zu 1.200.
Innerhalb des Stadtgebiets zeigen sich dabei unterschiedliche Entwicklungen: Während in einigen Planungsräumen künftig freie Kapazitäten erwartet werden, bestehen in anderen weiterhin Engpässe.
Die Fortschreibung der integrierten Kita- und Schulentwicklungsplanung für die Jahre 2026 bis 2031 soll im Herbst der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden und bildet die Grundlage für weitere Entscheidungen zur Bildungsinfrastruktur.




