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Mittwoch, 7. Oktober 2026

Preis für Potsdamer Wasserforscher

Potsdam
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Preisträger Prof. Dr. Axel Bronstert Foto: Tobias Hopfgarten

Flusshochwasser, Sturzfluten in städtischen oder ländlichen Räumen und schwere Dürreereignisse nehmen weltweit zu. Seit mehr als 20 Jahren untersucht der Potsdamer Wasserforscher Axel Bronstert mit seiner Arbeitsgruppe die Auswirkungen von Klimawandel und menschlichen Eingriffen auf den Wasserkreislauf, die zu diesen hydrologischen Extremen führen. Für seine Leistungen wurde er nun mit dem renommierten Deutschen Hydrologiepreis 2026 der Deutschen Hydrologischen Gesellschaft (DHG) geehrt. Verliehen wurde die Auszeichnung am 5. März 2026 auf der jährlich stattfindenden Fachtagung „Tag der Hydrologie“.

Axel Bronstert ist seit 2000 Professor für Hydrologie und Klimatologie an der Universität Potsdam. Zusammen mit seiner Arbeitsgruppe hat er in den vergangenen Jahren innovative Methoden entwickelt, um zu verstehen, wie sich Klimaänderungen und menschliche Eingriffe in Zukunft auf den Wasserhaushalt auswirken werden. Die regionalen Schwerpunkte der Forschungen liegen in Brandenburg und anderen Gebieten Deutschlands, in Europa und Südamerika. Sowohl in Hochgebirgsregionen als auch in den Trockenzonen der Erde erforscht er außerdem, wie Abflussprozesse des Wassers mit Bodenerosion und Sedimentverlagerungen verbunden sind. Ein Hauptgegenstand seiner Forschungsarbeiten sind hydrologische Extreme, wie Hochwasser an Flüssen, Sturzfluten in Städten oder ländlichen Gebieten, oder extreme Dürreereignisse.

„Ich freue mich außerordentlich über diese Anerkennung“, sagt Axel Bronstert. Mit dem Deutschen Hydrologiepreis der DHG werden Personen ausgezeichnet, die durch ihr langjähriges Engagement in der hydrologischen Forschung und Lehre sowie durch herausragende Forschungsergebnisse die Hydrologie in Deutschland maßgeblich geprägt haben. Die Auszeichnung würdige die exzellente sowohl wissenschafts- als auch anwendungsorientierte Forschung seiner Arbeitsgruppe in den zurückliegenden Jahrzehnten, so Bronstert. „Der Fokus unserer Arbeit in Potsdam liegt darauf, den aktuellen und künftigen Zustand des Wasserhaushaltes zu untersuchen, besonders in kritischen Regionen und Jahreszeiten. Die Hydrologie ist eine zentrale Wissenschaftsdisziplin, um unsere Wasserressourcen für die Zukunft zu erhalten und dadurch die Lebensgrundlagen für Mensch und Natur zu sichern“, sagt der Preisträger, der außerdem als sehr engagierter Hochschullehrer bekannt ist. Prof. Eva Paton von der Technischen Universität Berlin betonte in ihrer Laudatio seine besondere Führungskompetenz: „Er sieht und lobt die guten Leistungen an Menschen und gibt ihnen damit ein Gefühl der Wertschätzung, welches sie animiert, weiter ihr Bestes zu geben.“

Axel Bronstert promovierte 1994 an der Technischen Universität Karlsruhe und verbrachte anschließend Forschungsaufenthalte in Japan, Thailand und Australien. Er arbeitete ab 1995 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und war Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Berlin und der Freien Universität Berlin, bevor er im Jahr 2000 als Professor für Hydrologie und Klimatologie an die Universität Potsdam berufen wurde.

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