Private Schnappschüsse aus 100 Jahren Potsdamer Stadtgeschichte
Tante Gerda vor der Ruine des Belvedere, zwei Lausebengel in der Straßenbahn, eine Hausgemeinschaft beim Grillen im Hinterhof – private Fotografien zeigen oft Aspekte, denen professionelle Fotografen selten Beachtung schenken. Es geht nicht um das fotografisch perfekte Motiv, sondern um jenes, bei dem sich ein zweiter Blick lohnt: Zufällige Details, überraschende Perspektiven, verborgene, weil private oder der Öffentlichkeit verschlossene Welten, die ebenso aufschlussreich für die Geschichte der Stadt sein können. Fotografiert wurde immer, egal ob im Urlaub, zu Hause oder auch das ein oder andere Mal auf der Arbeit.
Der große Fotoschatz des Potsdam Museums enthält bereits eine Vielzahl privater Fotografien. Judith Granzow, Leiterin der Fotosammlung und Robert Leichsenring, Potsdam-Kenner und Stadtführer laden ein, einen Blick hinter Potsdamer Gardinen zu werfen – über viele Jahrzehnte hinweg. Beide präsentieren bisher nicht gezeigte Fotografien und erläutern, was die Motive historisch relevant macht.
Gefragt sind aber auch die Potsdamer! Unter dem Motto: „Wir zeigen Euch unsere Bilder– zeigt uns Eure Bilder“ möchte das Museum seine Sammlung erweitern. Vor allem Motive aus den 1990er Jahren stehen momentan im Fokus eines aktuellen Fotoaufrufes. Mitarbeiterinnen des Potsdam Museums laden am 16. April von 15.00 bis 18.00 Uhr zusammen mit der Fotokünstlerin Anke Heelemann / Fotothek (vergessene-fotos.de) zu einer Sammelstelle für private Fotografien ein, beantworten Fragen zum Projekt, sichten mitgebrachten Bilder und würden sich auf Erzählungen der damit verbundenen Erinnerungen sehr freuen.
Weitere Informationen zum Fotoaufruf und der Sammelstelle lesen Interessierte: www.potsdam-museum.de/fotoaufruf90er.





