Sie kommt, wenn Mamas Hilfe brauchen
Mütterpflegerin Sabine Milow aus Königs Wusterhausen steht frisch gebackenen Mamas in den ersten Wochen nach der Geburt zur Seite.
Wenn Sabine Milow von ihrem Job erzählt, dann strahlen ihre Augen. Dann spürt man, dass sie ihre Aufgaben mit Herzblut ausübt. Sie ist „zertifizierte Mütterpflegerin“ und steht Frauen während der Schwangerschaft und in den ersten Wochen nach der Geburt im Alltag zur Seite.
Aber was genau macht eine Mütterpflegerin eigentlich? Mit dieser Frage wird Sabine Milow häufig konfrontiert. Im Gegensatz zur Doula, die bei der Geburt dabei ist, unterstützen Mütterpflegerinnen wie sie die Schwangeren nach der Geburt des Kindes im Wochenbett. Sie führen keine medizinischen Tätigkeiten durch und erstellen auch keine Diagnosen. Sabine Milow ersetzt auch nicht die Hebamme. „Im Idealfall arbeite ich aber Hand in Hand mit ihr und unterstütze sie.“
Meistens ist sie mehrere Stunden täglich in den Familien und schafft ein gutes Umfeld für die Mutter, damit sie sich ausruhen, aufs Stillen konzentrieren und mit ihrem Kind kuscheln kann. Ganz wichtig ist, dass die Mutter gutes, nahrhaftes Essen bekommt. Nur wenn die Mutter gut versorgt ist, kann sie sich auch gut ums Baby kümmern.
„Für viele Frauen ist das Wochenbett eine ‚Blackbox‘. Sie sind in dieser Zeit einfach erschöpft, völlig überwältigt von ihren Gefühlen und müssen sich erst mal in die neue Rolle als Mutter einfinden. Das Wichtigste, was ich mitbringe, ist Zeit. Alleine das Wissen darum, dass es Unterstützung gibt, kann für die Mutter schon sehr entlastend sein“, so Sabine Milow, die zurzeit auch eine Weiterbildung zur zertifizierten Baby-Schlafberaterin absolviert, um zeitnah Eltern auch auf diesem Gebiet beraten zu können.
Ihre Arbeit sei für sie mehr als eine Liste von To-dos. „Ich kümmere mich um die Säuglingspflege, Wäsche, Struktur und Gespräche. Doch oft geht es um etwas Tieferes. Ich weiß, dass die ganzheitliche Mütterpflege noch Zeit braucht, um den Stellenwert zu bekommen, den sie verdient. Vielleicht ist das Bewusstsein noch nicht überall angekommen.“
Hintergrund
Zertifizierte Mütterpflegerinnen werden im Rahmen einer einjährigen Ausbildung in Theorie und Praxis für die Unterstützung von Müttern in besonderen Lebensphasen rund um die Schwangerschaft und Geburt qualifiziert.
Wenn die Mutter den Haushalt aus medizinischen Gründen (zum Beispiel nach Mehrlingsgeburten, Kaiserschnitt, Wundheilungsstörungen, Wochenbettdepressionen, Rektusdiastase, Symphysen Lockerung) nicht mehr ausführen kann, hat sie Anspruch auf eine Mütterpflegerin. Die Schwangere beziehungsweise die Wöchnerin reicht einen Antrag auf Haushaltshilfe mit ärztlichem Attest (medizinische Notwendigkeitsbescheinigung) bei der Krankenkasse ein, die im Bedarfsfall die Kosten übernimmt. Mütterpflegerinnen unterstützen gerne bei der Antragsstellung.
Kontakt
Die Mütterpflegerin Sabine Milow ist telefonisch unter 0178 2822763 zu erreichen. Mehr Informationen zu allen Leistungen gibt es auch online auf www.muetterpflege-milow.de.





